Neon und Yuh tauchen in jeder Schweizer Finanzdiskussion auf. Beide kostenlos, beide app-basiert, beide mit Schweizer IBAN. Aber nachdem wir die tatsächlichen Gebührenstrukturen, Anlagekosten und den Bankalltag unter die Lupe genommen haben, lässt sich die Frage "Welche Bank ist besser, Neon oder Yuh?" überraschend klar beantworten, je nachdem, wie Sie Ihre Bank nutzen.
Neon vs Yuh: das Wichtigste auf einen Blick
Kurz und knapp: Yuh gewinnt bei Bargeldabhebungen, Multiwährungskonten und Fractional Investing. Neon gewinnt bei Fremdwährungsgebühren, internationalen Überweisungen und Budgetierungstools. Beide verlangen keine Kontogebühren im Basisplan. Die richtige Wahl hängt davon ab, ob Sie häufig reisen (Neon wählen) oder eine All-in-One Banking- und Anlage-App wollen (Yuh wählen).
| Merkmal | ||
|---|---|---|
| Kontogebühr | CHF 0/Monat | CHF 0/Monat |
| Debitkarte | Mastercard (CHF 20 Lieferung) | Mastercard (gratis) |
| Bargeld Schweiz | CHF 2.50 pro Bezug | 1 gratis/Woche, dann CHF 1.90 |
| Bargeld Ausland | 1.5% + 0.35% FX-Aufschlag | CHF 4.90 pauschal |
| FX-Aufschlag Zahlungen | 0.35% | 0.95% |
| SEPA-Überweisungen | Gratis (via Wise) | Gratis |
| Schweizer Aktien/ETF | 0.50% | 0.50% |
| Ausländische Aktien/ETF | 1.00% | 0.50% |
| Fractional Shares | Nein | Ja |
| Krypto-Handel | Nein | Ja (1.00%) |
| Multiwährungskonto | Nein (nur CHF) | Ja (13 Währungen) |
| Spaces/Unterkonten | Ja | Ja (Save-Funktion) |
| TWINT | Via UBS/TWINT Prepaid | Eigene Yuh TWINT-App |
| Bankpartner | Hypothekarbank Lenzburg | Swissquote Bank |
| Einlagensicherung | CHF 100'000 (esisuisse) | CHF 100'000 (esisuisse) |
Diese Tabelle deckt die wichtigsten Zahlen ab. Aber die echten Unterschiede zeigen sich erst in konkreten Alltagsszenarien, und genau diese schauen wir uns im Rest dieses Artikels an.
Welche Bank ist besser: Neon oder Yuh im Alltag?
Für den täglichen Zahlungsverkehr in der Schweiz sind beide Neobanken erstaunlich ähnlich. Beide bieten kostenlose Kontoführung, kostenlose Inlandszahlungen, eBill und Apple Pay/Google Pay. Die Unterschiede, die im Alltag zählen, sind klein, summieren sich aber über Zeit.
Bargeldabhebungen sind der Bereich, in dem Yuh klar vorne liegt. Sie erhalten 1 kostenlose Abhebung pro Woche (4 pro Monat), während Neon free jedes Mal CHF 2.50 verlangt. Wer zweimal pro Monat Bargeld bezieht, zahlt mit Neon CHF 60 pro Jahr, mit Yuh CHF 0. Allerdings bietet Neon kostenlose Abhebungen über Sonect (ein Cash-Back-Netzwerk bei Kiosken und Geschäften), was diesen Nachteil teilweise ausgleicht.
TWINT funktioniert bei beiden, aber Yuhs eigene TWINT-App ist komfortabler als Neons Umweg über UBS TWINT oder TWINT Prepaid. Wenn TWINT ein grosser Teil Ihres Alltags ist, fühlt sich Yuhs Integration flüssiger an.
Spaces (Unterkonten) für die Budgetierung sind eine echte Stärke von Neon. Sie können mehrere Töpfe für spezifische Ziele anlegen: Ferienbudget, Steuerrücklagen, Notgroschen. Yuh hat die Save-Funktion, die ähnlich funktioniert, aber Neons Umsetzung wirkt ausgereifter für die Budgetverwaltung.
Fazit für den Alltag: Yuh ist leicht besser, wenn Sie regelmässig Bargeld beziehen und TWINT nutzen. Neon ist leicht besser, wenn Ihnen Budgetierungstools wichtig sind. Für die meisten Menschen ist der Unterschied marginal.
Neon vs Yuh: Welche Smartphone Bank ist günstiger auf Reisen?
Hier wird der Vergleich entscheidend. Wenn Sie reisen oder in Fremdwährungen bezahlen, ist der Gebührenunterschied zwischen Neon und Yuh erheblich.
Neon berechnet 0.35% auf Fremdwährungszahlungen im Free-Plan. Keine zusätzlichen Aufschläge, keine versteckten Gebühren. Bei einer Hotelbuchung von EUR 500 zahlen Sie etwa CHF 1.75 an FX-Gebühren. Neons kostenpflichtige Pläne (Plus, Global, Metal) senken dies auf 0%.
Yuh berechnet 0.95% auf alle Währungsumrechnungen. Dieselbe EUR-500-Hotelbuchung kostet Sie etwa CHF 4.75 an FX-Gebühren. Fast dreimal so viel wie bei Neon im Free-Plan.
Bei Bargeldabhebungen im Ausland ist es differenzierter. Yuh berechnet pauschal CHF 4.90 pro Abhebung. Neon berechnet 1.5% plus den 0.35% FX-Aufschlag:
- EUR 100 abheben: Neon kostet ~CHF 1.85, Yuh kostet CHF 4.90. Neon gewinnt.
- EUR 500 abheben: Neon kostet ~CHF 9.25, Yuh kostet CHF 4.90. Yuh gewinnt.
Der Break-even liegt bei etwa EUR 265. Darunter ist Neon günstiger. Darüber lohnt sich Yuhs Pauschale.
Für Vielreisende ist Neon insgesamt die bessere Wahl, weil Kartenzahlungen (die Sie viel häufiger machen als Bargeldbezüge) deutlich günstiger sind. Wer Neon vs Revolut für Reisen vergleicht: Revolut schlägt beide bei den Wechselkursen, hat aber kein Schweizer IBAN und keine volle Schweizer Bankintegration.
Neon vs Yuh vs Revolut: Gebühren im Vergleich
Beim Neobank Vergleich Schweiz kommt Revolut immer zur Sprache. Hier die wichtigsten Unterschiede:
Revolut bietet unter der Woche 0% Wechselkursaufschlag, das schlägt sowohl Neon (0.35%) als auch Yuh (0.95%). Revolut hat auch die grösste Auswahl an Aktien und Kryptowährungen. Der Haken: kein Schweizer IBAN. Das bedeutet kein eBill, keine QR-Rechnungen scannen, und manche Arbeitgeber überweisen den Lohn nicht auf eine ausländische IBAN.
Für vollständige Schweizer Bankintegration bleiben Neon und Yuh die richtige Wahl. Für reines Reisen und Fremdwährungen ist Revolut überlegen. Die optimale Lösung für viele: Yuh oder Neon als Schweizer Hauptkonto, Revolut als Reisekarte.
Neon vs Yuh fürs Anlegen: Wo sind die Kontogebühren tiefer?
Beide Neobanken bieten mittlerweile Aktien- und ETF-Handel direkt in der App an. Ihre Gebührenstrukturen und Produktpaletten unterscheiden sich aber deutlich.
Schweizer Aktien & ETF
Beide berechnen 0.50% pro Trade auf Schweizer Aktien und ETFs. Keine Depotgebühren auf beiden Plattformen. Für eine Investition von CHF 1'000 in einen SPI-ETF zahlen Sie bei beiden CHF 5. Unentschieden.
Beide bieten auch ausgewählte 0%-Kommissions-ETFs an, meist auf Schweizer und globale Indizes. Prüfen Sie in der jeweiligen App die aktuelle Liste.
Internationale Aktien & ETF
Hier zieht Yuh davon. Yuh berechnet 0.50% auf ausländische Aktien und ETFs. Neon berechnet 1.00%. Bei einer Investition von CHF 5'000 in eine US-Aktie sind das CHF 25 bei Yuh vs CHF 50 bei Neon.
Yuh ermöglicht zudem Fractional Shares (Bruchstücke von Aktien), was bedeutet, dass Sie CHF 25 in eine Aktie investieren können, die CHF 500 pro Anteil kostet. Neon verlangt den Kauf ganzer Anteile.
Krypto & Extras
Yuh bietet Kryptowährungshandel (Bitcoin, Ethereum und 30+ weitere) für 1.00% pro Trade. Neon bietet kein Krypto an.
Yuhs Treueprogramm (Swissqoins) belohnt Sie mit SWQ-Tokens für Kartenzahlungen und Trades. Es ist nicht weltbewegend (ca. CHF 20 bis 50 pro Jahr bei aktiver Nutzung), aber ein Bonus, den Neon nicht bietet.
Beide berechnen 0.50% pro Trade auf Schweizer Aktien und ETFs. Keine Depotgebühren auf beiden Plattformen. Für eine Investition von CHF 1'000 in einen SPI-ETF zahlen Sie bei beiden CHF 5. Unentschieden.
Beide bieten auch ausgewählte 0%-Kommissions-ETFs an, meist auf Schweizer und globale Indizes. Prüfen Sie in der jeweiligen App die aktuelle Liste.
Hier zieht Yuh davon. Yuh berechnet 0.50% auf ausländische Aktien und ETFs. Neon berechnet 1.00%. Bei einer Investition von CHF 5'000 in eine US-Aktie sind das CHF 25 bei Yuh vs CHF 50 bei Neon.
Yuh ermöglicht zudem Fractional Shares (Bruchstücke von Aktien), was bedeutet, dass Sie CHF 25 in eine Aktie investieren können, die CHF 500 pro Anteil kostet. Neon verlangt den Kauf ganzer Anteile.
Yuh bietet Kryptowährungshandel (Bitcoin, Ethereum und 30+ weitere) für 1.00% pro Trade. Neon bietet kein Krypto an.
Yuhs Treueprogramm (Swissqoins) belohnt Sie mit SWQ-Tokens für Kartenzahlungen und Trades. Es ist nicht weltbewegend (ca. CHF 20 bis 50 pro Jahr bei aktiver Nutzung), aber ein Bonus, den Neon nicht bietet.
Fürs Anlegen ist Yuh die bessere Plattform, insbesondere für internationale Aktien und ETFs. Wer ausschliesslich Schweizer ETFs mit 0%-Kommission kauft, fährt mit beiden gleich gut.
Welche Bank steckt hinter Neon und Yuh?
Das Verständnis der Eigentümerstruktur ist wichtig, weil es die Einlagensicherung, Produktentwicklung und langfristige Stabilität beeinflusst.
Neon ist ein unabhängiges Schweizer Fintech, das mit der Hypothekarbank Lenzburg (einer FINMA-regulierten Schweizer Bank) zusammenarbeitet. Ihr Geld liegt bei der Hypi Lenzburg, nicht bei Neon selbst. Das bedeutet voller Schweizer Einlegerschutz bis CHF 100'000 über esisuisse. Internationale Überweisungen wickelt Neon über Wise ab, was wettbewerbsfähige Wechselkurse ergibt.
Yuh ist eine 100%-Tochter von Swissquote, dem grössten Schweizer Online-Broker, mit PostFinance als Mitgründer. Ihr Konto wird bei der Swissquote Bank SA geführt, einer FINMA-regulierten Schweizer Bank. Gleiche CHF 100'000 Einlagensicherung über esisuisse. Die Swissquote-Verbindung erklärt, warum Yuhs Anlage-Features ausgereifter sind: Sie basieren auf Swissquotes Trading-Infrastruktur.
Beide sind aus regulatorischer Sicht und bezüglich Einlagensicherung gleich sicher. Der Unterschied ist strategisch: Neon positioniert sich als schlanke, unabhängige Alternative. Yuh nutzt Swissquotes Anlage-Ökosystem.
Expertenempfehlung
Nachdem ich beide Neobanken als Alltagskonten getestet habe, ist mein ehrliches Fazit: Die meisten sollten mit Yuh als Hauptkonto starten.
Die kostenlosen Bargeldbezüge, die eigene TWINT-App, das Multiwährungskonto und das Fractional Investing machen Yuh zum umfassenderen Paket für CHF 0 pro Monat. Solange Sie nicht häufig in Fremdwährungen bezahlen, deckt Yuh mehr Anwendungsfälle ab.
Trotzdem behalte ich auch ein Neon-Konto. Warum: Neons 0.35% FX-Rate im Free-Plan (oder 0% mit Bezahlplan) ist unschlagbar für Reiseausgaben. Wenn ich fliege, kommt die Neon-Karte zum Einsatz. Für den Schweizer Alltag erledigt Yuh alles.
Meine Empfehlung: Eröffnen Sie beide. Beide sind gratis. Nutzen Sie Yuh als Hauptkonto für Lohn, Rechnungen, TWINT und Anlegen (für die Säule 3a brauchen Sie einen separaten Anbieter). Nutzen Sie Neon als Reisekarte. Diese Kombination bietet das Beste aus beiden Welten und kostet genau CHF 0 pro Monat.

Häufige Fehler bei der Wahl zwischen Neon und Yuh
Bargeldbezüge werden in der Schweiz immer seltener. Die meisten Ausgaben laufen über Karte oder TWINT. Wenn Sie nicht wöchentlich Bargeld beziehen, sollten die ATM-Gebühren nicht Ihre Entscheidung bestimmen. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf Wechselkurse und Anlagekosten.
Neon plus für CHF 5/Monat eliminiert FX-Gebühren auf Kartenzahlungen. Wenn Sie mehr als CHF 1'500 pro Jahr in Fremdwährungen ausgeben, deckt die 0.35%-Ersparnis des Free-Plans bereits die CHF 60 Jahreskosten. Viele zahlen für neon plus, obwohl der Free-Plan reichen würde, oder bleiben beim Free-Plan, obwohl ein Upgrade Geld sparen würde.
Weder Neon noch Yuh ist ein vollständiger Ersatz für eine traditionelle Bank. Hypotheken, Überziehungskredite oder Filialbetreuung gibt es nicht. Behalten Sie ein Basiskonto bei einer traditionellen Bank für diese Dienste und nutzen Sie die Neobank für den Alltag und fürs Anlegen.
Der Neon vs Yuh vs Revolut Gebühren Vergleich Schweiz ist wichtig. Revolut bietet bessere FX-Kurse (0% unter der Woche) und ein breiteres Anlageuniversum. Der Nachteil: Revolut hat kein Schweizer IBAN, was eBill, QR-Rechnungen und Lohnzahlungen mancher Arbeitgeber einschränkt. Für volle Schweizer Bankintegration sind Neon und Yuh die richtige Wahl.
Häufig gestellte Fragen
Was ist besser, Yuh oder Neon?
Das hängt von Ihren Prioritäten ab. Yuh ist besser für Bargeldabhebungen (4 gratis/Monat vs CHF 2.50 bei Neon), Multiwährungskonten (13 Währungen vs nur CHF), Fractional Investing und Kryptohandel. Neon ist besser für Fremdwährungszahlungen (0.35% vs 0.95% FX-Aufschlag), internationale Überweisungen via Wise und Budgetierung mit Spaces. Für die meisten Schweizer Einwohner, die nicht häufig reisen, bietet Yuh im Gratis-Plan mehr Wert.
Ist Neon Bank seriös?
Ja, absolut. Neon arbeitet mit der Hypothekarbank Lenzburg zusammen, einer FINMA-regulierten Schweizer Bank. Ihr Geld ist bis CHF 100'000 durch die Schweizer Einlagensicherung (esisuisse) geschützt. Neon selbst ist ein Fintech-Unternehmen, aber Ihre Einlagen liegen bei der Partnerbank, nicht bei Neon.
Welche Neobank ist die beste in der Schweiz?
Für die meisten Menschen ist Yuh die beste Allround-Neobank dank kostenloser Bargeldbezüge, Multiwährungskonto und Anlage-Features. Neon ist die beste Wahl für Reisende dank tiefer FX-Gebühren. Revolut bietet die besten Wechselkurse, hat aber kein Schweizer IBAN. Für einen umfassenden Überblick lesen Sie unseren Neobanken Vergleich.
Ist Neon nicht mehr kostenlos?
Neon free bleibt kostenlos mit CHF 0 Kontogebühren. Allerdings hat Neon 2025 die Gebührenstruktur geändert: Bargeldbezüge in der Schweiz kosten jetzt CHF 2.50 pro Bezug (zuvor 2 gratis pro Monat). Die bezahlten Pläne (neon plus ab CHF 5/Monat) bieten wieder kostenlose Bezüge und tiefere FX-Gebühren.
Welche Bank steckt hinter Neon?
Hinter Neon steckt die Hypothekarbank Lenzburg, eine traditionelle Schweizer Bank mit FINMA-Regulierung. Neon selbst ist ein Fintech-Unternehmen, das die Banking-Infrastruktur der Hypi Lenzburg nutzt. Hinter Yuh steckt die Swissquote Bank SA (mit PostFinance als Mitgründer). Beide bieten volle Schweizer Einlagensicherung bis CHF 100'000.
So geht es weiter
Noch unentschlossen? Denken Sie an Ihre letzten 10 Transaktionen. Waren die meisten in CHF innerhalb der Schweiz? Yuh wählen. Waren mehrere in Euro oder im Ausland? Mit Neon starten (oder beide gratis eröffnen). Für einen umfassenden Überblick über alle Schweizer Neobanken inklusive Zak, Alpian und Radicant lesen Sie unseren Neobanken Vergleich. Um Neon und Yuh mit traditionellen Banken zu vergleichen, nutzen Sie unser Bankkonto-Vergleichstool.


