Das durchschnittliche 3a-Sparkonto in der Schweiz zahlt 0,26% Zins. Das ist kein Tippfehler. Bei 93 Anbietern in unserer Datenbank ist die Differenz zwischen dem besten und schlechtesten Angebot enorm: 1,25% an der Spitze, buchstäblich 0% am Ende. Ihre Bankwahl kann den Unterschied zwischen CHF 88 Zinsertrag pro Jahr und gar nichts ausmachen, wenn Sie den Maximalbetrag von CHF 7'056 einzahlen.
Wie hoch sind die aktuellen Säule-3a-Zinsen?
Die Zinsen auf 3a-Sparkonten in der Schweiz bewegen sich 2026 zwischen 0% und 1,25%. Der Marktdurchschnitt liegt bei 0,26%, was bedeutet, dass die meisten Banken Ihnen praktisch nichts für Ihr gebundenes Vorsorgegeld zahlen.
So sieht die Zinslandschaft tatsächlich aus: Die Spitzenplätze werden von kleineren Regionalbanken dominiert. Die grossen Namen, bei denen Sie wahrscheinlich Kunde sind, liegen nahe am unteren Ende.
Caisse d'Epargne d'Aubonne (1,25%), Crédit Agricole next bank (0,65%), Cornèr Banca (0,60%), Bank CIC (0,60%), Tellco (0,60%). Kleine Banken und Spezialisten führen.
Bank WIR (0,40%), Freiburger Kantonalbank (0,40%), Bank Cler (0,35%), Raiffeisen (0,20%), UBS (0,20%), Migros Bank (0,20%). Wo die meisten Schweizer landen.
ZKB (0,15%), PostFinance (0,05%), Swiss Life (0,00%), Bank J. Safra Sarasin (0,00%). Manche zahlen buchstäblich nichts.
Das Muster ist eindeutig: Je grösser die Bank, desto schlechter der Zins. UBS, Raiffeisen, ZKB und PostFinance, wo die meisten Schweizerinnen und Schweizer ihr 3a-Konto haben, zahlen alle unter dem Durchschnitt. Die besten Zinsen kommen von Anbietern, die die meisten Menschen noch nie gehört haben.
Wie schneiden die besten 3a-Sparkonten ab?
Schauen wir uns die konkreten Zahlen an. Das sind die Top-5 Säule-3a-Sparkonten aus unserer Datenbank mit 93 aktiven Anbietern, sortiert nach Zinssatz:
- Höchster Zinssatz der Schweiz, mit grossem Abstand
- Keine Verwaltungsgebühren, keine Schliesungskosten
- Kleine Regionalbank im Kanton Waadt — Geld liegt ohnehin in einer Terzo-Stiftung
- Bewertung lesen →
- Solider Zinssatz einer mittelgrossen Bank
- Keine Kontogebühren
- WEF-Vorbezüge kosten CHF 400
- Bewertung lesen →
- Spezialisierte Vorsorgestiftung
- Fokus ausschliesslich auf Vorsorgeprodukte
- Wettbewerbsfähige Preise über die ganze Linie
- Bewertung lesen →
- Tessiner Bank mit starken Zinsen
- Keine jährlichen Verwaltungskosten
- WEF-Vorbezugsgebühr nicht publiziert
- Bewertung lesen →
- Identischer Zinssatz wie Cornèr Banca
- Keine jährlichen Verwaltungskosten
- WEF-Vorbezüge kosten CHF 300
- Bewertung lesen →
Für das Gesamtbild vergleichen Sie alle 3a-Anbieter nebeneinander mit unserem interaktiven Vergleichstool.
Warum sind die Säule-3a-Zinsen so tief?
Kurze Antwort: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat den Leitzins gesenkt, und die Banken haben den Schmerz direkt an die Sparer weitergegeben. Der durchschnittliche 3a-Zins ist seit Anfang 2025 um 0,37 Prozentpunkte gefallen. Das ist ein massiver relativer Rückgang, wenn man bereits bei unter 1% startet.
Drei Kräfte drücken die Zinsen nach unten. Erstens beeinflusst die SNB-Geldpolitik direkt, was Banken auf Einlagen verdienen, und sie haben keinen Anreiz, Ihnen mehr zu zahlen als sie selbst verdienen. Zweitens ist 3a-Geld träge. Die meisten Menschen wählen einmal eine Bank und wechseln nie, was den Banken keinerlei Wettbewerbsdruck gibt, die Zinsen zu erhöhen. Drittens nutzen Grossbanken 3a-Konten als Lockmittel für den Verkauf von Hypotheken und anderen Produkten.
Das Ergebnis? Ihr 3a-Sparkonto verliert nach Abzug der Inflation mit ziemlicher Sicherheit an Kaufkraft. Bei durchschnittlich 0,26% Zins und rund 1% Inflation verlieren Sie effektiv 0,74% Ihrer Vorsorgegelder pro Jahr.
Deshalb empfehlen viele Finanzexperten, darunter auch Analysen der FINMA, für Personen mit einem Anlagehorizont von mehr als 10 Jahren anlagebasierte 3a-Lösungen in Betracht zu ziehen.
Sparkonto oder Anlagefonds: Was ist besser für die Säule 3a?
Diese Frage ist wichtiger als die, welche Bank 0,1% mehr zahlt. Der Unterschied zwischen einem Sparkonto und einem Anlagefonds über 30 Jahre beträgt potenziell Zehntausende Franken.
Sparkonto
Am besten für: Personen, die 5 bis 10 Jahre vor der Pensionierung stehen, oder alle, die absolut keine Marktschwankungen tolerieren können.
Ein 3a-Sparkonto gibt Ihnen eine garantierte (winzige) Rendite. Ihr Kapital ist geschützt. Sie wissen genau, was Sie bei der Pensionierung haben werden. Der Nachteil: Sie verlieren mit grösster Wahrscheinlichkeit an die Inflation, was bedeutet, dass Ihre Kaufkraft jedes Jahr schrumpft.
Bei 0,26% auf CHF 7'056 pro Jahr verdienen Sie rund CHF 18 an Zinsen jährlich. Über 10 Jahre sind das insgesamt ungefähr CHF 190 Zinsertrag. Nicht gerade lebensverändernd.
Anlagefonds
Am besten für: Alle, die mehr als 10 Jahre von der Pensionierung entfernt sind und Marktschwankungen aushalten können.
Anlagebasierte 3a-Lösungen wie VIAC, Finpension oder Frankly haben historisch Renditen von 4% bis 8% pro Jahr erzielt (je nach Aktienanteil). Selbst eine konservative Strategie mit 40% Aktienanteil übertrifft das beste Sparkonto über ein Jahrzehnt deutlich.
Das Risiko? Märkte fallen manchmal. Ihr Saldo kann vorübergehend sinken. Aber historisch gesehen war jeder 15-Jahres-Zeitraum an den Schweizer Märkten positiv.
Für einen detaillierten Vergleich Ihrer Optionen lesen Sie unseren Leitfaden über die besten 3a-Sparkonten.
Am besten für: Personen, die 5 bis 10 Jahre vor der Pensionierung stehen, oder alle, die absolut keine Marktschwankungen tolerieren können.
Ein 3a-Sparkonto gibt Ihnen eine garantierte (winzige) Rendite. Ihr Kapital ist geschützt. Sie wissen genau, was Sie bei der Pensionierung haben werden. Der Nachteil: Sie verlieren mit grösster Wahrscheinlichkeit an die Inflation, was bedeutet, dass Ihre Kaufkraft jedes Jahr schrumpft.
Bei 0,26% auf CHF 7'056 pro Jahr verdienen Sie rund CHF 18 an Zinsen jährlich. Über 10 Jahre sind das insgesamt ungefähr CHF 190 Zinsertrag. Nicht gerade lebensverändernd.
Am besten für: Alle, die mehr als 10 Jahre von der Pensionierung entfernt sind und Marktschwankungen aushalten können.
Anlagebasierte 3a-Lösungen wie VIAC, Finpension oder Frankly haben historisch Renditen von 4% bis 8% pro Jahr erzielt (je nach Aktienanteil). Selbst eine konservative Strategie mit 40% Aktienanteil übertrifft das beste Sparkonto über ein Jahrzehnt deutlich.
Das Risiko? Märkte fallen manchmal. Ihr Saldo kann vorübergehend sinken. Aber historisch gesehen war jeder 15-Jahres-Zeitraum an den Schweizer Märkten positiv.
Für einen detaillierten Vergleich Ihrer Optionen lesen Sie unseren Leitfaden über die besten 3a-Sparkonten.
Meine ehrliche Einschätzung: Wenn Sie unter 50 sind und Ihre 3a in ein Sparkonto mit 0,20% stecken, verschenken Sie ernsthaft Geld. Die Rechnung ist nicht knapp. Aber ich verstehe auch die Beruhigung, sein Geld sicher zu wissen. Falls Sie beim Sparkonto bleiben wollen, wählen Sie wenigstens einen Anbieter aus der Spitzengruppe.
Welche Faktoren sind neben dem Zinssatz wichtig?
Der Zinssatz ist der offensichtliche Vergleichspunkt, aber drei weitere Faktoren können still und leise Ihre Rendite schmälern oder Sie Geld kosten, wenn Sie Flexibilität brauchen.
Kontoauflösungsgebühren. Einige Banken verlangen CHF 25 bis CHF 100, wenn Sie Ihr 3a-Konto schliessen (bei Bezug oder Anbieterwechsel). Die Obwaldner Kantonalbank verlangt CHF 100. Die Basellandschaftliche Kantonalbank CHF 50. Viele kleinere Banken verlangen nichts. Über ein ganzes Leben mit potenziell mehreren Konten summieren sich diese Gebühren.
WEF-Vorbezugskosten. Falls Sie Ihre 3a für den Erwerb von Wohneigentum nutzen möchten, prüfen Sie die WEF-Gebühr vor der Kontoeröffnung. Crédit Agricole verlangt CHF 400. Bank CIC verlangt CHF 300. Bank WIR verlangt CHF 300. Viele Kantonalbanken verlangen nichts, zahlen Ihnen dafür aber auch weniger Zins.
Zinsstabilität. Manche Banken, die vor 5 Jahren wettbewerbsfähige Zinsen boten, haben diese seither drastisch gesenkt. Der finpension-Vergleich zeigt, dass der 5-Jahres-Durchschnitt oft eine andere Geschichte erzählt als die aktuelle Momentaufnahme. Der 5-Jahres-Durchschnitt der Caisse d'Epargne d'Aubonne von 1,00% ist bemerkenswert stabil, während manche Grossbanken von 0,50% auf 0,10% gefallen sind.
Wie schneiden die Schweizer Grossbanken beim 3a-Zins ab?
Direkt auf den Punkt gebracht: Wenn Sie Ihre 3a bei UBS, Raiffeisen, ZKB, PostFinance oder Migros Bank haben, bekommen Sie ein unterdurchschnittliches Angebot. Hier der Beweis:
- UBS: 0,20% (unter dem Marktdurchschnitt von 0,26%)
- Raiffeisen: 0,20% (dieselbe Geschichte)
- Migros Bank: 0,20% (immerhin keine versteckten Gebühren)
- ZKB: 0,15% (42% unter dem Durchschnitt)
- PostFinance: 0,05% (81% unter dem Durchschnitt)
PostFinance zahlt Ihnen 0,05%. Beim maximalen Jahresbeitrag von CHF 7'056 sind das CHF 3.53 pro Jahr. Die Münzen, die Sie zwischen Ihren Sofakissen finden, bringen mehr ein.
Der Grund, warum die meisten Schweizer ihre 3a trotzdem bei diesen Banken haben? Bequemlichkeit und Trägheit. Sie haben bereits ein Konto dort, der Berater schlägt die Eröffnung einer 3a vor, und sie vergleichen nie die Alternativen. Diese Passivität kostet über Jahrzehnte echtes Geld.
Wie viel Zins verdienen Sie tatsächlich?
Rechnen wir mit konkreten Zahlen. Angenommen, Sie zahlen den Maximalbetrag von CHF 7'056 pro Jahr ein:
Beim besten Zinssatz (1,25%, Caisse d'Epargne d'Aubonne):
- Nach 1 Jahr: CHF 88 Zinsertrag
- Nach 10 Jahren: rund CHF 960 kumulierter Zins
- Nach 30 Jahren: rund CHF 4'200 kumulierter Zins
Beim Marktdurchschnitt (0,26%):
- Nach 1 Jahr: CHF 18 Zinsertrag
- Nach 10 Jahren: rund CHF 190 kumulierter Zins
- Nach 30 Jahren: rund CHF 830 kumulierter Zins
Bei PostFinance (0,05%):
- Nach 1 Jahr: CHF 3.53 Zinsertrag
- Nach 10 Jahren: rund CHF 37 kumulierter Zins
- Nach 30 Jahren: rund CHF 160 kumulierter Zins
Die Differenz zwischen dem besten und schlechtesten Angebot über 30 Jahre? Rund CHF 4'000. Nicht unbedeutend, aber ehrlich gesagt bescheiden im Vergleich zu dem, was ein Wechsel zu einer anlagebasierten 3a bringen würde. Eine durchschnittliche Rendite von 5% auf dieselben Einzahlungen würde über 30 Jahre mehr als CHF 150'000 an Wachstum generieren.
Meine ehrliche Einschätzung nach der Analyse von 93 Anbietern: 3a-Sparkonten sind für die meisten Personen unter 50 eine suboptimale Wahl. Die Zinsunterschiede zwischen Banken spielen eine Rolle, verblassen aber im Vergleich zur Entscheidung Sparkonto vs. Anlagefonds. Falls Sie ein 3a-Sparkonto der Sicherheit wegen behalten, wechseln Sie wenigstens zu einem Top-Anbieter. Das können Sie in 15 Minuten erledigen. Falls Sie noch mehr als 10 Jahre bis zur Pensionierung haben, ziehen Sie ernsthaft einen Wechsel zu einer anlagebasierten 3a mit Anbietern wie VIAC oder Finpension in Betracht. Die historischen Daten sind überwältigend. Nach Jahren der Optimierung meiner eigenen Finanzen ist dies einer der klarsten Vorteile, die Schweizer Einwohnern zur Verfügung stehen.

Häufige Fehler bei der Wahl eines 3a-Sparkontos
Die meisten Schweizer eröffnen ihre 3a dort, wo sie bereits Kunde sind. Das bedeutet UBS, Raiffeisen oder ZKB für die Mehrheit. Alle drei zahlen unterdurchschnittliche Zinsen. Die 15 Minuten, die ein Wechsel dauert, können über die Berufskarriere Tausende Franken sparen.
Eine Bank, die 0,50% Zins zahlt, aber CHF 100 für die Auflösung oder CHF 400 für einen WEF-Vorbezug verlangt, kann Jahre an Zinserträgen in einer einzigen Transaktion zunichtemachen. Prüfen Sie immer die gesamte Gebührenstruktur.
Das Schweizer Steuerrecht erlaubt gestaffelte Bezüge aus mehreren 3a-Konten, was bei der Pensionierung erhebliche Steuern sparen kann. Erwägen Sie, Konten bei verschiedenen Anbietern zu eröffnen: die besten Zinsen für Sparkonten und anlagebasierte Optionen für Wachstum.
Eine Rendite von 0,26% klingt, als ob Sie wenigstens etwas verdienen. Aber bei einer Schweizer Inflation von rund 1% verlieren Sie tatsächlich etwa 0,74% an realer Kaufkraft pro Jahr. Verwechseln Sie nominale Gewinne nicht mit realen.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der beste Säule-3a-Zinssatz aktuell?
Der höchste Zinssatz auf einem 3a-Sparkonto in der Schweiz beträgt 1,25%, angeboten von der Caisse d'Epargne d'Aubonne. Die nächstbesten sind Crédit Agricole next bank mit 0,65% sowie Cornèr Banca und Bank CIC mit jeweils 0,60%. Die meisten grossen Banken zahlen zwischen 0,05% und 0,20%, deutlich unter dem Marktdurchschnitt von 0,26%.
Kann ich meine Säule 3a zu einer Bank mit besseren Zinsen wechseln?
Ja, der Transfer Ihrer Säule 3a zu einem anderen Anbieter ist unkompliziert und in der Regel kostenlos. Sie füllen ein Transferformular bei der neuen Bank aus, und der Prozess dauert 2 bis 4 Wochen. Prüfen Sie vorab die Auflösungsgebühr Ihrer aktuellen Bank, da einige CHF 25 bis CHF 100 verlangen. Steuerliche Konsequenzen gibt es beim Transfer keine.
Ist ein 3a-Sparkonto oder ein Anlagefonds besser?
Für alle, die mehr als 10 Jahre von der Pensionierung entfernt sind, haben anlagebasierte 3a-Lösungen historisch Sparkonten deutlich übertroffen. Selbst Strategien mit moderatem Risiko erzielten 4% bis 6% jährliche Rendite, verglichen mit dem aktuellen Sparkonto-Durchschnitt von 0,26%. Sparkonten eignen sich besser für Personen, die 5 bis 10 Jahre vor der Pensionierung stehen und Kapitalerhalt benötigen.
Wie viel Zins bekomme ich auf CHF 7'056 im 3a-Sparkonto?
Beim Marktdurchschnitt von 0,26% verdienen Sie rund CHF 18 pro Jahr auf eine Einzahlung von CHF 7'056. Beim besten Zinssatz von 1,25% sind es etwa CHF 88 pro Jahr. Bei PostFinance mit 0,05% verdienen Sie CHF 3.53. Über 30 Jahre maximaler Einzahlungen summiert sich die Differenz zwischen dem besten und schlechtesten Angebot auf rund CHF 4'000.
Warum zahlen Schweizer Grossbanken so tiefe 3a-Zinsen?
Grossbanken wie UBS, ZKB und PostFinance können sich tiefe Zinsen leisten, weil die meisten Kunden ihre 3a aus Bequemlichkeit eröffnen und nie wechseln. Die Banken stehen bei diesen Konten unter wenig Wettbewerbsdruck. Zudem nutzen sie 3a-Beziehungen als Einstieg für den Verkauf von Hypotheken und anderen Produkten und behandeln das Konto selbst als Lockmittel.


