Die meisten Schweizer Kreditkartenbesitzer zahlen CHF 50 bis CHF 200 pro Jahr an Jahresgebühren. Dieses Geld können Sie sich sparen. Es gibt mittlerweile über ein Dutzend wirklich kostenlose Kreditkarten in der Schweiz, und einige davon zahlen Ihnen sogar Cashback auf jeden Einkauf.
Gratis Kreditkarte Schweiz: Was ist wirklich kostenlos?
Die Schweiz hat mehr kostenlose Kreditkarten-Optionen, als die meisten Leute denken. Der Haken? "Gratis" bedeutet nicht immer "keine Kosten". Jede Karte ohne Jahresgebühr verdient ihr Geld woanders, meistens über Fremdwährungsgebühren, Bargeldbezugsgebühren oder Interchange-Gebühren von Händlern.
Hier sind die Karten, die tatsächlich CHF 0 Jahresgebühr verlangen:

- Jahresgebühr: CHF 0 (dauerhaft)
- Cashback: 1% auf Amex, 0.25% auf Visa/MC
- Fremdwährung: 2.5%
- Netzwerke: Amex + Visa oder Mastercard
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- Jahresgebühr: CHF 0
- Rewards: Cumulus-Punkte bei jedem Einkauf
- Fremdwährung: 1.75%
- Versicherung: Basis-Reise + Online-Shopping
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- Jahresgebühr: CHF 0
- Rewards: Superpunkte bei Coop-Einkäufen
- Fremdwährung: 1.5%
- Herausgeber: TopCard
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- Jahresgebühr: CHF 0 (TCS-Mitglieder)
- Startguthaben: CHF 50
- Fremdwährung: 1.5%
- Herausgeber: Cembra
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- Jahresgebühr: CHF 0
- Cashback: 1% bei Migros, Coop, SBB; 0.25% sonst
- Fremdwährung: 1.5%
- Herausgeber: Cembra
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Wenn Sie alle Kreditkarten vergleichen möchten, nicht nur die kostenlosen, finden Sie in unserem Vergleich der besten Kreditkarten der Schweiz die gesamte Übersicht.
Kreditkarte ohne Jahresgebühr: Welche passt zu Ihnen?
Die richtige Gratis-Karte hängt davon ab, wie und wo Sie Ihr Geld ausgeben. Hier mein Entscheidungsrahmen:
Lebensmittel-Einkäufer
Wenn der Grossteil Ihrer Ausgaben bei Migros oder Coop anfällt, bieten die Retailer-Karten die beste Rendite. Die Migros Cumulus Visa Free sammelt überall Cumulus-Punkte und bietet bessere Konditionen bei Migros-Partnern. Die Coop Supercard macht dasselbe für Coop. Wählen Sie einfach den Laden, in dem Sie mehr einkaufen.
Cashback-Optimierer
Wollen Sie echtes Geld zurück? Die Swisscard Cashback Amex gibt Ihnen 1% auf jeden Einkauf, wo Amex akzeptiert wird. Die mitgelieferte Visa/Mastercard deckt überall sonst mit 0.25% ab. Die Cembra Certo! One bietet 1% bei Migros, Coop und SBB. Wenn Sie Ihre Ausgaben auf diese Händler verteilen, kann die Certo! One Swisscard bei der Rendite schlagen.
Reisende
Hier schwächeln kostenlose Karten meistens. Die meisten verlangen 1.5% bis 2.5% Fremdwährungsgebühren. Die Advanzia Mastercard Gold ist die Ausnahme: keine Jahresgebühr und keine Fremdwährungsgebühren. Aber sie wird aus Luxemburg herausgegeben, nicht von einer Schweizer Bank. Wenn Sie viel im Ausland ausgeben, prüfen Sie, ob eine kostenpflichtige Karte mit 0% Fremdwährungsgebühren unterm Strich günstiger ist.
Wenn der Grossteil Ihrer Ausgaben bei Migros oder Coop anfällt, bieten die Retailer-Karten die beste Rendite. Die Migros Cumulus Visa Free sammelt überall Cumulus-Punkte und bietet bessere Konditionen bei Migros-Partnern. Die Coop Supercard macht dasselbe für Coop. Wählen Sie einfach den Laden, in dem Sie mehr einkaufen.
Wollen Sie echtes Geld zurück? Die Swisscard Cashback Amex gibt Ihnen 1% auf jeden Einkauf, wo Amex akzeptiert wird. Die mitgelieferte Visa/Mastercard deckt überall sonst mit 0.25% ab. Die Cembra Certo! One bietet 1% bei Migros, Coop und SBB. Wenn Sie Ihre Ausgaben auf diese Händler verteilen, kann die Certo! One Swisscard bei der Rendite schlagen.
Hier schwächeln kostenlose Karten meistens. Die meisten verlangen 1.5% bis 2.5% Fremdwährungsgebühren. Die Advanzia Mastercard Gold ist die Ausnahme: keine Jahresgebühr und keine Fremdwährungsgebühren. Aber sie wird aus Luxemburg herausgegeben, nicht von einer Schweizer Bank. Wenn Sie viel im Ausland ausgeben, prüfen Sie, ob eine kostenpflichtige Karte mit 0% Fremdwährungsgebühren unterm Strich günstiger ist.
Gibt es wirklich gratis Kreditkarten in der Schweiz?
Ja, aber mit wichtigen Einschränkungen. Eine Karte ohne Jahresgebühr ist nicht dasselbe wie eine Karte ohne Kosten.
Jede kostenlose Kreditkarte in der Schweiz verlangt Gebühren für mindestens einen der folgenden Punkte:
- Fremdwährungsgebühren: 1.5% bis 2.5% auf Nicht-CHF-Zahlungen. Geben Sie CHF 3'000 im Ausland aus, zahlen Sie CHF 45 bis CHF 75 an versteckten Gebühren.
- Bargeldbezugsgebühren: Typischerweise 3% bis 4% des Betrags, mindestens CHF 5 bis CHF 10. Nutzen Sie Ihre Kreditkarte nie am Bancomaten, ausser im Notfall.
- Papierrechnungsgebühren: Manche Herausgeber verlangen CHF 2 bis CHF 3 pro Papierrechnung. Stellen Sie auf digital um.
- Zinsen auf offene Beträge: 9% bis 15% jährlich. Bezahlen Sie immer den vollen Betrag jeden Monat.
Die Banken verdienen an Interchange-Gebühren (vom Händler bezahlt), Fremdwährungs-Aufschlägen und Zinsen von Karteninhabern, die nicht den vollen Betrag bezahlen. So funktioniert das "Gratis"-Modell.
Kostenlose Kreditkarte Schweiz: Neobanken als Alternative
Die Schweizer Neobank-Szene bietet immer mehr kostenlose Karten-Optionen. Yuh, Zack, Alpian, Neon und N26 haben alle Karten ohne Jahresgebühr und in vielen Fällen tiefere Fremdwährungsgebühren als traditionelle Gratis-Kreditkarten.
Die wichtige Unterscheidung: Die meisten Neobank-Karten sind Debitkarten, keine Kreditkarten. Sie geben Ihr eigenes Geld in Echtzeit aus, anstatt eine monatliche Rechnung zu erhalten. Das spielt eine Rolle bei Hotelreservierungen, Mietwagen und Kaufschutz, wo eine echte Kreditkarte stärkeren Konsumentenschutz bietet.
Trotzdem: Wenn Sie eine kostenlose Karte für den Schweizer Alltag mit minimalen Auslandsgebühren suchen, sind Neobank-Debitkarten hervorragend. Zack und Alpian schnitten in aktuellen Schweizer Konsumententests besonders gut ab, da sie keinerlei Gebühren erheben, auch nicht bei Auslandsgeschäften.
Häufige Fehler bei Gratis-Kreditkarten
Nach Jahren des Vergleichens und Optimierens meiner eigenen Finanzen sehe ich immer wieder dieselben Fehler.
Die Jahresgebühr ist nur ein Kostenpunkt. Eine Gratis-Karte mit 2.5% Fremdwährungsgebühren kostet Sie mehr als eine CHF-100-Karte mit 0% Auslandsgebühren, wenn Sie jährlich mehr als CHF 4'000 im Ausland ausgeben. Schauen Sie immer auf die Gesamtkosten.
Swisscard Cashback gibt 1% auf Amex und 0.25% auf Visa/Mastercard. Wenn Amex dort, wo Sie einkaufen, nicht akzeptiert wird (und etwa 30% der kleineren Schweizer Geschäfte nehmen es nicht), sinkt Ihre echte Cashback-Rate eher auf 0.25%.
Bargeldbezugsgebühren bei Gratis-Karten liegen bei 3% bis 4%, mindestens CHF 5 bis CHF 10. Der Bezug von CHF 200 kostet Sie CHF 6 bis CHF 10. Nutzen Sie Ihre Debitkarte oder eine Neobank-Karte für Bargeld.
ZEK ist die Schweizer Kreditinformations-Datenbank. Jede Kreditkartenanfrage wird dort vermerkt. Mehrere Anfragen in kurzer Zeit können Warnsignale auslösen. Wählen Sie eine Karte und beantragen Sie diese. Streuen Sie Ihre Anträge nicht.
Gratis-Karten bieten minimalen oder keinen Versicherungsschutz. Wenn Sie regelmässig reisen, können die Reisekrankenversicherung und der Kaufschutz einer kostenpflichtigen Karte (im Wert von CHF 150+ pro Jahr als Einzelversicherung) die Jahresgebühr rechtfertigen.
Meine Empfehlung
Nach der Analyse jeder Gratis-Kreditkarte in der Schweiz mein ehrliches Fazit: Für die meisten Leute sind die Swisscard Cashback Cards die beste kostenlose Option. Sie erhalten eine Gratis-Amex mit 1% Cashback plus eine Visa oder Mastercard für universelle Akzeptanz, alles für CHF 0. Wer hauptsächlich bei Migros einkauft, fährt mit der Cumulus Visa Free gut, wegen des integrierten Treueprogramms. Wenn ich aber nur eine kostenlose Karte wählen dürfte, gewinnt Swisscard Cashback an Vielseitigkeit. Wer jährlich mehr als CHF 5'000 im Ausland ausgibt, sollte Gratis-Karten ganz überspringen und nach Karten mit null Fremdwährungsgebühren schauen.

Häufig gestellte Fragen
Welche kostenlose Kreditkarte ist die beste in der Schweiz?
Die Swisscard Cashback Cards bieten das beste Gesamtpaket unter den Gratis-Karten. Sie erhalten bis 1% Cashback auf Amex-Einkäufe und 0.25% auf Visa/Mastercard, ohne Jahresgebühr. Für Migros-Kundinnen ist die Cumulus Visa Free hervorragend, da sie kostenlos ist und Cumulus-Punkte bei jedem Einkauf sammelt.
Gibt es gratis Kreditkarten in der Schweiz?
Ja. Mehrere Schweizer Kreditkarten verlangen keine Jahresgebühr, darunter Swisscard Cashback Cards, Migros Cumulus Visa Free, Coop Supercard, TCS Member Mastercard und Cembra Certo! One. Diese Karten sind dauerhaft gratis zu besitzen, können aber Gebühren für Fremdwährungen, Bargeldbezüge oder Papierrechnungen erheben.
Wie können Kreditkarten kostenlos sein?
Banken verdienen an Gratis-Kreditkarten über Interchange-Gebühren (0.44% bis 0.7% pro Transaktion, vom Händler bezahlt), Fremdwährungsgebühren (1.5% bis 2.5%) und Zinsen auf offene Beträge (9% bis 15%). Die Jahresgebühr ist also nur ein Einnahme-Kanal. Solange Sie regelmässig mit der Karte bezahlen, ist das Modell profitabel für den Herausgeber.
Kreditkarte ohne Jahresgebühr Schweiz: Lohnt sich das?
Für Inlandsausgaben unter CHF 15'000 jährlich und wenig Reisen ist eine Gratis-Karte fast immer die bessere Wahl. Sie können kein Geld durch Gebühren verlieren. Wer aber jährlich CHF 5'000+ im Ausland ausgibt, spart mit einer kostenpflichtigen Karte mit null Fremdwährungsgebühren oft mehr als die Jahresgebühr kostet.
Gratis Mastercard oder Visa in der Schweiz: Was ist besser?
Beide Netzwerke werden in der Schweiz und international praktisch überall akzeptiert. Der Unterschied liegt nicht beim Logo auf der Karte, sondern bei den Konditionen: Cashback-Rate, Fremdwährungsgebühren und Zusatzleistungen. Eine 1%-Cashback-Visa schlägt eine 0.25%-Mastercard, egal welches Netzwerk.


