Der durchschnittliche Schweizer bleibt sein ganzes Leben beim ersten 3a-Anbieter und zahlt dabei 0,80% bis 1,50% an jährlichen Gebühren, obwohl 0,40% möglich wären. Bei einem Guthaben von CHF 100'000 sind das CHF 400 bis CHF 1'100, die jedes Jahr verloren gehen. Die gute Nachricht: Den Säule-3a-Anbieter zu wechseln dauert rund 15 Minuten und ist bei den meisten Anbietern kostenlos.
Kann man den Säule-3a-Anbieter wechseln?
Ja, Sie können Ihren Säule-3a-Anbieter jederzeit wechseln. Es gibt keine Sperrfrist für bankbasierte 3a-Konten (Sparkonten und Anlagefonds). Das Schweizer Recht garantiert Ihnen das Recht, Ihr 3a-Vermögen zwischen Anbietern zu verschieben.
Die wichtigsten Regeln im Überblick:
- Sie müssen immer das gesamte Guthaben eines 3a-Kontos transferieren. Teilüberträge sind nicht möglich.
- Das Geld bleibt im 3a-System. Es handelt sich nicht um einen Bezug, es fallen keine Steuern an.
- Sie können gleichzeitig von einem Sparkonto in einen Anlagefonds wechseln (oder umgekehrt).
- Die meisten Banken wickeln den Transfer innerhalb von 2 bis 4 Wochen ab.
- Einige Anbieter erheben eine Transfergebühr (CHF 0 bis CHF 120 je nach Bank).
Wichtige Unterscheidung: Bank- und App-basierte 3a-Produkte (Sparkonten und Anlagefonds) lassen sich einfach transferieren. Versicherungsgebundene 3a-Policen sind eine ganz andere Geschichte. Eine vorzeitige Auflösung eines 3a-Versicherungsvertrags kann Sie Tausende Franken an Strafgebühren kosten.
Wann lohnt sich der Wechsel des 3a-Anbieters?
Nicht jeder Wechsel ist sinnvoll. In diesen Situationen zahlt sich ein Transfer wirklich aus:
Sie zahlen hohe Gebühren auf einen Anlagefonds. Wenn Ihr aktueller Anbieter mehr als 0,50% Gesamtkosten für einen passiven Indexfonds berechnet, zahlen Sie zu viel. Die günstigsten Anbieter (VIAC mit 0,40%, frankly mit 0,44%) liefern vergleichbare oder bessere Performance zu einem Bruchteil der Kosten. Bei einem Guthaben von CHF 50'000 beträgt der Unterschied zwischen 1,20% und 0,40% ganze CHF 400 pro Jahr.
Ihr Sparkonto bringt fast nichts. Viele Grossbanken zahlen 0,05% bis 0,20% auf 3a-Sparkonten. Der beste Zinssatz liegt bei 1,25% (Caisse d'Epargne d'Aubonne). Wenn Sie CHF 30'000 auf einem 3a-Sparkonto mit 0,10% haben, bedeutet ein Wechsel zu einem 1,25%-Konto CHF 345 mehr Zins pro Jahr.
Sie möchten von Sparen auf Anlegen wechseln. Wenn Sie noch mehr als 10 Jahre bis zur Pensionierung haben, schlägt eine anlagebasierte 3a-Lösung fast immer ein Sparkonto. VIAC Global 100 erzielte in den letzten 5 Jahren +51,49%, während das beste Sparkonto im gleichen Zeitraum kumuliert etwa 5% erwirtschaftete.
Ihr Anbieter hat keine moderne App. Die Verwaltung Ihres 3a sollte 5 Minuten pro Jahr dauern, nicht einen Bankbesuch. Digitale Anbieter bieten Echtzeit-Portfolio-Tracking, Strategiewechsel per Fingertipp und sofortige Einzahlungsübersicht.
Kein Wechsel nötig, wenn:
- Sie bereits bei einem günstigen Anbieter sind (unter 0,50% Gesamtkosten)
- Sie innerhalb von 2 bis 3 Jahren in Pension gehen (die Investitionslücke könnte mehr kosten als die Gebührenersparnis)
- Sie eine 3a-Versicherungspolice mit weniger als 5 Jahren Restlaufzeit haben (die Kündigungsstrafen sind brutal)
Säule 3a transferieren: Schritt für Schritt
Der Transfer wird beim neuen Anbieter initiiert, nicht beim alten. Die meisten digitalen Anbieter haben diesen Prozess nahezu vollständig automatisiert.
Vergleichen Sie Anbieter anhand von Gebühren, Anlageoptionen und Funktionen. Bei Anlagefonds führen VIAC (0,40% Pauschalgebühr) und frankly (0,44% Pauschalgebühr) den Markt an. Bei Sparkonten bieten die Caisse d'Epargne d'Aubonne (1,25%) und die Crédit Agricole (0,65%) die besten Zinsen. Nutzen Sie unser 3a-Vergleichstool, um alle Produkte nebeneinander zu sehen, oder probieren Sie das Matching-Tool für eine personalisierte Empfehlung.
Registrieren Sie sich beim gewählten Anbieter. Digitale Anbieter wie VIAC, frankly und Finpension ermöglichen die Kontoeröffnung in unter 10 Minuten. Sie brauchen einen gültigen Ausweis (Schweizer ID oder Pass), Ihre AHV-Nummer und ein Schweizer Bankkonto (IBAN). Die Anlagestrategie wählen Sie bei der Eröffnung.
Die meisten Anbieter haben eine integrierte Transferfunktion in ihrer App. Sie wählen "Bestehendes 3a transferieren" und geben die Daten Ihres alten Anbieters ein (Name, Kontonummer oder IBAN). Der neue Anbieter erstellt ein Transferformular. Einige Anbieter (wie frankly) erledigen alles in der App und versenden das Formular sogar per Post.
Das Transferformular benötigt Ihre Unterschrift. Einige Anbieter akzeptieren digitale Signaturen in der App. Andere erfordern, dass Sie das Formular ausdrucken, unterschreiben und an Ihren alten Anbieter schicken. Das ist der einzige manuelle Schritt.
Ihr alter Anbieter verkauft Ihre Anlagen (falls vorhanden), schliesst das Konto und überweist das gesamte Guthaben an Ihren neuen Anbieter. Das dauert in der Regel 2 bis 4 Wochen. Einige Banken sind schneller (1 bis 2 Wochen), andere langsamer (bis zu 6 Wochen bei Kündigungsfristen).
Sobald der Transfer abgeschlossen ist, kontrollieren Sie, dass der volle Betrag auf Ihrem neuen Konto eingetroffen ist. Ihr neuer Anbieter investiert das Geld gemäss Ihrer gewählten Strategie. Die Investition ist innerhalb von 1 bis 3 Arbeitstagen nach Geldeingang sichtbar.
Tipp: Einige Anbieter wie frankly übernehmen Ihre Transferkosten. Falls Ihre alte Bank eine Gebühr erhebt, prüfen Sie, ob Ihr neuer Anbieter diese erstattet.
Was kostet der Wechsel des Säule-3a-Anbieters?
Die Transferkosten variieren stark je nach Anbieter. Die meisten Banken und alle digitalen Anbieter verlangen nichts. Aber einige Kantonalbanken und traditionelle Institute berechnen CHF 20 bis CHF 120.
VIAC, frankly, Finpension, Caisse d'Epargne d'Aubonne, Crédit Agricole, Tellco, Bank Cler, Bank CIC, Bank WIR, Baloise Bank und die meisten kleinen Regionalbanken verlangen keine Gebühren.
Basler Kantonalbank (CHF 20), Bank J. Safra Sarasin (CHF 100), Glarner Kantonalbank (CHF 75), Luzerner Kantonalbank (CHF 75), Walliser Kantonalbank (CHF 70), BancaStato (CHF 50).
Die Genfer Kantonalbank verlangt CHF 120, den höchsten Betrag in unserer Datenbank. Cornèr Banca berechnet CHF 100. Diese Gebühren sind einmalig und lohnen sich fast immer, wenn Sie zu einem Anbieter mit tieferen Jahresgebühren wechseln.
Die Rechnung ist einfach. Selbst die höchste Transfergebühr von CHF 120 amortisiert sich innerhalb weniger Monate, wenn Sie von einem 1,20%-TER-Fonds zu einem 0,40%-Fonds wechseln. Bei einem Guthaben von CHF 50'000 sparen Sie CHF 400 pro Jahr an laufenden Gebühren. Die CHF 120 Transferkosten sind in unter 4 Monaten wieder drin.
Manche Banken haben zudem Kündigungsfristen (typischerweise 1 bis 6 Monate). Wenn Sie vor Ablauf der Frist transferieren, kann eine Gebühr anfallen. Prüfen Sie die Bedingungen Ihres aktuellen Anbieters, bevor Sie den Transfer starten.
Was passiert mit Ihrem Geld während des Transfers?
Das ist der Teil, der die meisten Menschen beschäftigt. Es lohnt sich, den Ablauf genau zu verstehen.
Transfer bei Sparkonten
Wenn Sie ein 3a-Sparkonto transferieren, ist der Vorgang unkompliziert. Ihre alte Bank schliesst das Konto und überweist das Guthaben an Ihren neuen Anbieter. Das Geld ist typischerweise 1 bis 3 Arbeitstage unterwegs. In dieser Zeit erhalten Sie keine Zinsen, aber der Betrag ist vernachlässigbar.
Transfer bei Anlagefonds
Bei Anlagefonds ist der Ablauf aufwendiger. Ihr alter Anbieter verkauft alle Ihre Fondsanteile zum aktuellen Marktkurs. Das Bargeld wird an Ihren neuen Anbieter überwiesen, der neue Fondsanteile gemäss Ihrer gewählten Strategie kauft.
Das erzeugt eine Investitionslücke von typischerweise 3 bis 10 Arbeitstagen, in denen Ihr Geld in bar liegt und nicht investiert ist. Steigt der Markt in dieser Zeit, verpassen Sie die Gewinne. Fällt er, profitieren Sie zufällig.
Langfristig ist diese Lücke statistisch unbedeutend. Wenn Sie sich dennoch Sorgen machen, können Sie:
- Den Transfer in einer Phase niedriger Volatilität durchführen
- Akzeptieren, dass die Lücke zufällig ist und sich über die Zeit ausgleicht
- Zuerst Ihr Sparkonto-3a transferieren, dann Ihr Anlagekonto separat
Steuerliche Auswirkungen
Ein Transfer zwischen 3a-Anbietern löst keinerlei Steuern aus. Das Geld bleibt im 3a-System. Es wird nicht als Bezug behandelt. Ihre Steuersituation bleibt vom Transfer vollkommen unberührt.
Sparkonto oder Anlagefonds: Unterschiedliche Überlegungen beim Transfer
Die Art des 3a-Produkts, von dem (und zu dem) Sie transferieren, spielt eine Rolle bei Ihrer Entscheidung.
Sparkonto zu Sparkonto
Dauer: 1 bis 3 Wochen
Der einfachste Transfer. Bargeld wird von einer Bank zur anderen überwiesen. Keine Anlagen zu liquidieren, keine Investitionslücke. Vergleichen Sie einfach die Zinssätze und wählen Sie den höchsten. Berücksichtigen Sie allfällige Kündigungsfristen Ihrer alten Bank.
Sinnvoll, wenn: Sie einen besseren Zinssatz möchten, aber Ihr 3a lieber im Sparkonto behalten (z.B. weil Sie innerhalb von 5 Jahren in Pension gehen).
Sparkonto zu Anlagefonds
Dauer: 2 bis 4 Wochen
Dieser Wechsel hat die grösste langfristige Auswirkung. Sie wechseln von einer garantierten, aber tiefen Rendite (0,05% bis 1,25%) zu einer marktbasierten Rendite (historisch 4% bis 7% pro Jahr bei einem diversifizierten Aktienfonds).
Sinnvoll, wenn: Sie mehr als 10 Jahre bis zur Pensionierung haben. Der Unterschied potenziert sich über die Zeit dramatisch. CHF 50'000 bei 1% vs. 5% Wachstum über 20 Jahre ergibt CHF 61'000 vs. CHF 133'000.
Anlagefonds zu Anlagefonds
Dauer: 2 bis 4 Wochen
Der häufigste Transfertyp. Sie wechseln von einem teuren zu einem günstigen Anlagefonds. Ihre alten Fondsanteile werden verkauft, das Geld wird transferiert und neue Anteile werden gekauft.
Sinnvoll, wenn: Ihr aktueller Anlagefonds mehr als 0,50% kostet und Sie zu einem günstigeren Anbieter wie VIAC oder frankly wechseln möchten. Die Gebührenersparnis summiert sich über Jahrzehnte.
Dauer: 1 bis 3 Wochen
Der einfachste Transfer. Bargeld wird von einer Bank zur anderen überwiesen. Keine Anlagen zu liquidieren, keine Investitionslücke. Vergleichen Sie einfach die Zinssätze und wählen Sie den höchsten. Berücksichtigen Sie allfällige Kündigungsfristen Ihrer alten Bank.
Sinnvoll, wenn: Sie einen besseren Zinssatz möchten, aber Ihr 3a lieber im Sparkonto behalten (z.B. weil Sie innerhalb von 5 Jahren in Pension gehen).
Dauer: 2 bis 4 Wochen
Dieser Wechsel hat die grösste langfristige Auswirkung. Sie wechseln von einer garantierten, aber tiefen Rendite (0,05% bis 1,25%) zu einer marktbasierten Rendite (historisch 4% bis 7% pro Jahr bei einem diversifizierten Aktienfonds).
Sinnvoll, wenn: Sie mehr als 10 Jahre bis zur Pensionierung haben. Der Unterschied potenziert sich über die Zeit dramatisch. CHF 50'000 bei 1% vs. 5% Wachstum über 20 Jahre ergibt CHF 61'000 vs. CHF 133'000.
Dauer: 2 bis 4 Wochen
Der häufigste Transfertyp. Sie wechseln von einem teuren zu einem günstigen Anlagefonds. Ihre alten Fondsanteile werden verkauft, das Geld wird transferiert und neue Anteile werden gekauft.
Sinnvoll, wenn: Ihr aktueller Anlagefonds mehr als 0,50% kostet und Sie zu einem günstigeren Anbieter wie VIAC oder frankly wechseln möchten. Die Gebührenersparnis summiert sich über Jahrzehnte.
Sie sind sich nicht sicher, ob Sparen oder Anlegen das Richtige für Sie ist? Lesen Sie unseren Vergleich: Sparkonto oder Anlagefonds.
So wählen Sie den richtigen neuen Anbieter
Wenn Sie sich die Mühe eines Transfers machen, stellen Sie sicher, dass der neue Anbieter tatsächlich besser ist. Worauf Sie achten sollten:
Bei Anlagefonds: Die Gesamtkosten entscheiden. Achten Sie auf die Pauschalgebühr plus TER (Total Expense Ratio). VIAC berechnet 0,40% all-in. frankly 0,44%. Beide bieten Strategien mit bis zu 95% bis 99% Aktienanteil. Traditionelle Banken verlangen 0,80% bis 1,50% für vergleichbare Produkte. Nutzen Sie den vollständigen Anbietervergleich.
Bei Sparkonten: Der Zinssatz zählt. Die Caisse d'Epargne d'Aubonne zahlt 1,25%. Die meisten Grossbanken zahlen 0,05% bis 0,20%. Ein gewaltiger Unterschied. Sehen Sie sich die besten 3a-Anbieter für die aktuellen Rankings an.
Für einen direkten Vergleich der drei beliebtesten digitalen 3a-Anbieter lesen Sie unsere VIAC vs. Finpension vs. frankly Analyse.
Nachdem ich jedes 3a-Produkt auf dem Schweizer Markt analysiert habe, ist meine Einschätzung klar: Wenn Sie bei einer traditionellen Bank sind und mehr als 0,50% Gebühren zahlen, ist der Wechsel zu VIAC oder frankly der finanziell klügste Schritt, den Sie dieses Jahr machen können. Der Transfer dauert 15 Minuten und spart Ihnen Hunderte Franken pro Jahr. Ich habe mein eigenes 3a zweimal transferiert. Das erste Mal war es noch ungewohnt. Das zweite Mal war es Routine. Nur wer innerhalb von 2 bis 3 Jahren in Pension geht oder in einer Versicherungspolice steckt, sollte zögern. Alle anderen: Machen Sie es diese Woche, nicht nächsten Monat.

Häufige Fehler beim Wechsel des 3a-Anbieters
Manche Banken verlangen bis zu CHF 120 für die Freigabe Ihres 3a-Guthabens. Obwohl sich diese Gebühr durch tiefere laufende Kosten fast immer amortisiert, ist es eine unliebsame Überraschung. Prüfen Sie die Transferbedingungen Ihres aktuellen Anbieters, bevor Sie den Wechsel starten.
Manche Menschen verzögern den Transfer, weil "der Markt fallen könnte und ich während der Lücke Geld verliere." Die Investitionslücke beträgt typischerweise 3 bis 10 Tage. Ein 3-Tage-Fenster timen zu wollen, ist aussichtslos. Transferieren Sie und haken Sie es ab.
Einige Kantonalbanken verlangen 1 bis 6 Monate Kündigungsfrist, bevor 3a-Guthaben freigegeben werden. Die Walliser Kantonalbank verlangt 6 Monate. Wenn Sie die Frist nicht einhalten, kann eine zusätzliche Gebühr anfallen. Lesen Sie das Kleingedruckte.
Versicherungsgebundene 3a-Policen (Swiss Life, AXA, Generali, Zurich, Helvetia) haben saftige Rückkaufsgebühren, besonders in den ersten 10 Jahren. Der Rückkaufswert kann deutlich unter Ihren Einzahlungen liegen. Fordern Sie immer den aktuellen Rückkaufswert schriftlich an, bevor Sie entscheiden.
Wenn Sie innerhalb von 2 bis 3 Jahren in Pension gehen, ist das Risiko der 3- bis 10-tägigen Investitionslücke bei einem Fondstransfer relativ gesehen grösser. Die Gebührenersparnis über einen so kurzen Zeitraum rechtfertigt den Aufwand und das Timing-Risiko möglicherweise nicht.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es, die Säule 3a zu einem anderen Anbieter zu transferieren?
Die meisten Transfers sind innerhalb von 2 bis 4 Wochen abgeschlossen. Einfache Sparkonto-Transfers können schneller gehen (1 bis 2 Wochen). Anlagefonds-Transfers dauern länger, weil die Wertschriften zuerst verkauft werden müssen. Banken mit Kündigungsfristen (1 bis 6 Monate) können den Prozess weiter verzögern. Digitale Anbieter wie VIAC, frankly und Finpension bearbeiten eingehende Transfers so schnell wie möglich.
Fallen beim Transfer der Säule 3a Steuern an?
Nein. Ein Transfer Ihres 3a-Guthabens zwischen Anbietern ist kein Bezug. Das Geld bleibt im 3a-System, daher fällt weder Kapitalauszahlungssteuer noch Einkommenssteuer oder eine andere Steuer an. Ihre Steuersituation wird durch den Transfer nicht beeinflusst.
Kann man nur einen Teil des 3a-Guthabens transferieren?
Nein. Das Schweizer Recht verlangt, dass Sie das gesamte Guthaben eines 3a-Kontos transferieren. Sie können ein bestehendes Konto nicht aufteilen. Das ist einer der Gründe, warum Finanzberater empfehlen, mehrere 3a-Konten zu eröffnen (bis zu 5). Wenn Sie mehrere Konten haben, können Sie einige transferieren und andere behalten.
Kann man eine 3a-Versicherungspolice zu einer Bank transferieren?
Technisch ja, aber die Rückkaufsgebühren bei versicherungsgebundenen 3a-Policen sind oft erheblich. Sie erhalten den Rückkaufswert, der in den ersten 5 bis 10 Jahren deutlich unter Ihren Einzahlungen liegen kann. Fordern Sie immer den aktuellen Rückkaufswert schriftlich an und vergleichen Sie ihn mit Ihren Gesamteinzahlungen, bevor Sie entscheiden.
Kann man zwei oder mehr Säulen 3a haben?
Ja. Sie können bis zu fünf 3a-Konten gleichzeitig führen. Bei der Pensionierung können Sie diese gestaffelt in verschiedenen Steuerjahren beziehen, was die progressive Besteuerung reduziert. Diese Strategie allein kann Ihnen Tausende Franken an Steuern bei der Auszahlung sparen.
Übernimmt der neue Anbieter den Transfer?
Die meisten digitalen Anbieter (VIAC, frankly, Finpension) stellen Transferformulare bereit und führen Sie in der App durch den Prozess. Manche, wie frankly, versenden das vorausgefüllte Formular sogar per Post. Sie müssen das Formular aber selbst unterschreiben. Der neue Anbieter erledigt die Hauptarbeit, aber Sie initiieren den Prozess.


