Hand aufs Herz: Wissen Sie, wie viele Stunden Sie tatsächlich pro Jahr arbeiten? Die meisten Angestellten in der Schweiz kennen ihre Vertragsstunden ("42 Stunden pro Woche"), haben aber nie nachgerechnet, was nach Abzug von Ferien, Feiertagen und Pausen übrig bleibt. Diese Differenz zwischen gefühlter und tatsächlicher Arbeitszeit verändert Ihren effektiven Stundenlohn um CHF 5 bis 10 pro Stunde.
Dieser Rechner liefert die echte Zahl. Täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich. In Stunden:Minuten und im Dezimalformat. Mit Schweizer Standardwerten, damit Sie nicht erst googlen müssen, wie viele Feiertage Zürich hat (es sind 8 bis 9).
So verwenden Sie diesen Arbeitszeitrechner
Geben Sie Ihre Startzeit, Endzeit und Pausendauer ein. Der Rechner zeigt Ihre Nettoarbeitszeit sofort in beiden Formaten an (HH:MM und Dezimal). Kein Button, kein Warten. Einfach tippen und das Ergebnis live sehen.
Wechseln Sie zum Tab "Wöchentlich". Ihre täglichen Stunden werden automatisch übernommen. Passen Sie die Anzahl Arbeitstage an, falls Sie Teilzeit oder in einem anderen Modell arbeiten. Der Schweizer Standard ist 5 Tage.
Der Tab "Monatlich / Jährlich" berücksichtigt, was die meisten Rechner ignorieren: Ferienwochen und Feiertage. Schweizer Standardwerte sind vorausgefüllt (4 Wochen Ferien, 9 Feiertage), aber alles lässt sich an Ihre Situation anpassen.
Wie viele Arbeitsstunden pro Jahr in der Schweiz?
Diese Frage wird ständig gegoogelt, aber selten klar beantwortet. Hier die Rechnung, Schritt für Schritt.
Ein Vollzeitangestellter mit 42-Stunden-Vertrag arbeitet:
- 52 Wochen pro Jahr
- Minus 4 Wochen Ferien = 48 Arbeitswochen
- Minus 9 Feiertage (Durchschnitt aller Kantone) = ca. 46,2 effektive Wochen
- 46,2 Wochen x 42 Stunden = ca. 1'940 Brutto-Arbeitsstunden pro Jahr
Bei einem 40-Stunden-Vertrag sinkt das auf ca. 1'848 Stunden. Und mit 5 Wochen Ferien statt 4 nochmals weniger.
Der Punkt: Ihre vertraglichen Wochenstunden sind nicht Ihre tatsächlichen Jahresstunden. Ferien und Feiertage fressen einen ordentlichen Teil davon. Das ist relevant, wenn Sie Ihren wahren Stundenlohn berechnen, ein Gehalt verhandeln oder Festanstellung mit Freelancing vergleichen.
Wie viele Arbeitstage pro Jahr in der Schweiz?
Eine weitere häufig gesuchte Frage. Hier die Antwort für 2026:
2026 hat 261 Werktage (Montag bis Freitag). Aber Sie arbeiten nicht an allen.
Abzüge:
- 20 bis 25 Ferientage (4 bis 5 Wochen, je nach Vertrag)
- 8 bis 10 Feiertage (je nach Kanton und ob sie auf Werktage fallen)
Ergebnis: Ein typischer Schweizer Arbeitnehmer arbeitet 226 bis 233 Tage pro Jahr.
Die genaue Zahl ändert sich jedes Jahr, weil Feiertage zwischen Werktagen und Wochenenden wechseln. In einem "guten" Jahr fallen mehr Feiertage auf Werktage und Sie haben mehr frei. In einem "schlechten" Jahr landen sie am Samstag und Sie gehen leer aus.
Schweizer Arbeitszeitgesetz: Das Wichtigste
Das Schweizer Arbeitsgesetz (ArG) setzt klare Regeln, wie viel Sie arbeiten dürfen. Hier das Wesentliche.
Maximale Wochenarbeitszeit
- 45 Stunden/Woche für industrielle Betriebe, Büropersonal, technische Angestellte und Detailhandel
- 50 Stunden/Woche für alle übrigen Arbeitnehmenden
Das sind gesetzliche Höchstgrenzen. Die meisten Verträge sehen 40 bis 42 Stunden vor, was der tatsächliche Schweizer Standard ist. Banken und Finanzbranche tendieren zu 42. Tech-Firmen und Startups bleiben meist bei 40.
Obligatorische Pausen
Das Gesetz schreibt Pausen vor:
- 15 Minuten bei Arbeitszeit über 5,5 Stunden
- 30 Minuten bei Arbeitszeit über 7 Stunden
- 60 Minuten bei Arbeitszeit über 9 Stunden
Diese Pausen sind unbezahlt, sofern Ihr Vertrag nichts anderes vorsieht. Deshalb sind 08:00 bis 17:00 mit einer Stunde Mittagspause 8 Arbeitsstunden, nicht 9.
Mindestferien in der Schweiz
- 4 Wochen (20 Tage) pro Jahr für Arbeitnehmende ab 20 Jahren
- 5 Wochen (25 Tage) pro Jahr für Arbeitnehmende unter 20 Jahren
Viele Schweizer Arbeitgeber bieten 5 Wochen als Standard, besonders für erfahrene Mitarbeitende. Einige Gesamtarbeitsverträge (GAV) garantieren sogar mehr. Prüfen Sie immer Ihren individuellen Vertrag.
Schweizer Feiertage nach Kanton (2026)
Die Schweiz kennt genau einen nationalen Feiertag: den 1. August. Alles andere ist kantonal geregelt. Das führt zu echten Unterschieden bei der Jahresarbeitszeit, je nachdem, wo Sie arbeiten.
| Kanton | Feiertage | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Zürich (ZH) | 8-9 | Sechseläuten, Knabenschiessen (halbe Tage) |
| Bern (BE) | 9 | Berchtoldstag (2. Januar) |
| Genf (GE) | 10 | Jeûne genevois, Restauration de la République |
| Waadt (VD) | 9 | Lundi du Jeûne |
| Basel-Stadt (BS) | 9 | Basler Fasnacht |
| Tessin (TI) | 10 | Mehrere Heiligentage |
| Luzern (LU) | 10 | Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt |
| St. Gallen (SG) | 9 | Allerheiligen |
| Wallis (VS) | 10 | Mehrere katholische Feiertage |
| Aargau (AG) | 8 | Weniger als die meisten Kantone |
Arbeitszeit umrechnen: Dezimal vs. Stunden und Minuten
Haben Sie sich beim Ausfüllen Ihres Stundenzettels auch schon gefragt, ob Sie 7.30 oder 7.50 für siebeneinhalb Stunden schreiben sollen? Damit sind Sie nicht allein. Dieser Fehler passiert öfter, als man denkt.
Die Regel ist einfach: Minuten durch 60 teilen.
| Stunden:Minuten | Dezimalstunden | Häufiger Fehler |
|---|---|---|
| 7h 00min | 7.00 h | |
| 7h 15min | 7.25 h | Man schreibt 7.15 |
| 7h 30min | 7.50 h | Man schreibt 7.30 |
| 7h 45min | 7.75 h | Man schreibt 7.45 |
| 8h 00min | 8.00 h | |
| 8h 20min | 8.33 h | Man schreibt 8.20 |
Warum das wichtig ist: Wenn Sie 7.30 erfassen, obwohl Sie 7h 30min meinen, steht auf Ihrem Stundenzettel 7 Stunden 18 Minuten. Über einen Monat summiert sich dieser Fehler zu Stunden unbezahlter Arbeit. Unser Rechner zeigt beide Formate für jedes Ergebnis an, mit Ein-Klick-Kopierfunktion.
Als ich in die Schweiz gezogen bin und als Freelancer meine Zeit erfasst habe, habe ich den Dezimalfehler zwei Wochen lang gemacht, bevor ein Kunde mich darauf hingewiesen hat. Ich habe täglich rund 45 Minuten zu wenig rapportiert. Bei CHF 150/Stunde sind das über CHF 100/Tag an entgangenem Umsatz. Seitdem nutze ich immer einen Rechner statt Kopfrechnen.

Teilzeitarbeit: So berechnen Sie Ihr Pensum
Die Schweiz hat eine der höchsten Teilzeitquoten in Europa. Rund 37% der Erwerbstätigen arbeiten Teilzeit. Falls Sie dazugehören, so funktioniert die Rechnung.
Das "Pensum" (Beschäftigungsgrad) ergibt sich aus Ihren vertraglichen Wochenstunden geteilt durch die Vollzeitstunden:
- 100% = 42h/Woche (oder 40h, je nach Unternehmen)
- 80% = 33,6h/Woche (bei 42h Basis) oder 32h/Woche (bei 40h Basis)
- 60% = 25,2h/Woche (bei 42h Basis) oder 24h/Woche (bei 40h Basis)
- 50% = 21h/Woche (bei 42h Basis) oder 20h/Woche (bei 40h Basis)
Ferientage und Feiertagsansprüche skalieren proportional. Ein 80%-Angestellter erhält 80% der Feiertagsstunden, 80% der Ferientage (wobei die Anzahl "Wochen" gleich bleibt) und 80% des Gehalts.
Profi-Tipp: Wenn Sie Stellenangebote mit unterschiedlichem Pensum vergleichen, berechnen Sie immer den effektiven Stundenlohn. Eine 60%-Stelle mit CHF 90'000 ist pro Stunde tatsächlich mehr als eine 100%-Stelle mit CHF 130'000 (bei gleicher Vollzeitbasis).
Arbeitszeiten nach Branche in der Schweiz
"Vollzeit" bedeutet je nach Branche etwas anderes. So sehen die Verträge typischerweise aus:
| Branche | Standard-Wochenstunden | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Banken & Finanzen | 42h | Einige Banken noch bei 42,5h |
| Beratung | 42-45h | Dazu häufig unbezahlte Überstunden |
| Tech & Software | 40-42h | Viele Startups bei 40h |
| Pharma & Gesundheit | 42h | Schichtarbeitende haben andere Regeln |
| Öffentlicher Dienst | 41-42h | Variiert nach Kanton und Stufe |
| Detailhandel | 42-45h | Maximum 45h gemäss ArG |
| Gastgewerbe | 42-45h | Saisonale Schwankungen |
| Bau | 41-45h | GAV-Regelungen gelten |
Der Unterschied zwischen einem 40h- und einem 45h-Vertrag beträgt 260 Stunden pro Jahr. Das sind über 6 volle Arbeitswochen. Genau deshalb ist ein Gehaltsvergleich ohne Kenntnis der Arbeitszeiten irreführend.
Überstundenregelungen in der Schweiz
Wenn Ihre tatsächliche Arbeitszeit den Vertrag überschreitet, wird das Gesetz spezifisch. Und es gibt zwei verschiedene Kategorien, die die meisten verwechseln.
Überstunden
Stunden über dem Vertrag, aber unter dem gesetzlichen Wochenmaximum (45 oder 50 Stunden).
- Arbeitgeber kann sie mit angemessener Vorankündigung verlangen
- Vergütung: 125% des Stundenlohns oder gleichwertige Kompensation durch Freizeit
- Kann im Arbeitsvertrag pauschal abgegolten werden (innerhalb gewisser Grenzen)
Überzeit
Stunden über dem gesetzlichen Maximum (45 oder 50 Stunden/Woche).
- Streng reguliert, nur in Ausnahmesituationen zulässig
- Vergütung: 125% zwingend, kann nicht ohne schriftliche Vereinbarung durch Freizeit kompensiert werden
- Muss erfasst und gemeldet werden
- Jahreshöchstgrenze: 170 Stunden (bei 45h/Woche) oder 140 Stunden (bei 50h/Woche)
Wie die Arbeitszeit Ihren echten Stundenlohn beeinflusst
Hier eine Rechnung, die Ihre Sicht auf Ihr Gehalt verändern wird. Die meisten kennen ihr Bruttojahresgehalt. Die wenigsten kennen ihren tatsächlichen Stundenlohn.
CHF 100'000/Jahr brutto:
| Arbeitsmuster | Effektive Stunden/Jahr | Stundenlohn |
|---|---|---|
| 40h/Woche, strikt | ca. 1'688 Stunden | CHF 59.24 |
| 42h/Woche, strikt | ca. 1'772 Stunden | CHF 56.43 |
| 42h/Woche + 3h Überstunden | ca. 1'928 Stunden | CHF 51.87 |
| 45h/Woche, regelmässig | ca. 2'070 Stunden | CHF 48.31 |
Der Unterschied zwischen einer strikten 40h-Woche und regelmässigen 45h-Wochen? CHF 10.93 weniger pro Stunde. Das ist ein Reallohnverlust von 19%. Wenn Sie "gratis" Überstunden leisten, weil Ihr Vertrag das vorsieht, sollten Sie wissen, was Sie das kostet. Selbst wenn Sie diese Differenz auf ein gut verzinstes Sparkonto legen, macht das über die Zeit einen spürbaren Unterschied.
Häufige Fehler bei der Arbeitszeitberechnung
Ihr Vertrag sagt 8:00 bis 17:00? Das sind 9 Stunden Anwesenheit, nicht 9 Stunden Arbeit. Mit einer Stunde Mittagspause arbeiten Sie 8 Stunden. Pausen immer abziehen. Das Gesetz verlangt es.
7.30 Dezimalstunden sind NICHT 7 Stunden 30 Minuten. Es sind 7 Stunden 18 Minuten. Wenn Ihr Stundenzettel Dezimalformat verwendet, achten Sie auf die korrekte Umrechnung. Dieser Fehler allein kann Sie Hunderte Franken pro Monat kosten.
Schweizer Kantone haben zwischen 8 und 10 Feiertage. Die falsche Zahl verfälscht Ihre gesamte Jahresberechnung. Und denken Sie daran: Feiertage, die auf Wochenenden fallen, reduzieren Ihre Arbeitstage nicht.
Zwei Stunden pro Woche klingen unbedeutend. Sind sie aber nicht. Über ein Jahr gerechnet ergibt der Unterschied zwischen 42h und 40h 96 zusätzliche Stunden. Das sind fast zweieinhalb volle Arbeitswochen. Überprüfen Sie immer, was in Ihrem Vertrag tatsächlich steht.
Das Schweizer Recht unterscheidet zwischen Überstunden und Überzeit. Wer beides verwechselt oder gar nicht erfasst, lässt möglicherweise Geld (oder Freizeit) auf dem Tisch liegen.
Arbeitszeit für Freelancer und Selbständige
Wenn Sie in der Schweiz selbständig oder als Freelancer tätig sind, spielt die Arbeitszeitberechnung eine noch grössere Rolle, denn jede Stunde wirkt sich direkt auf Ihr Einkommen aus.
Verrechenbare vs. nicht verrechenbare Stunden: Die meisten Freelancer können etwa 60-70% ihrer Gesamtarbeitszeit in Rechnung stellen. Der Rest geht für Administration, Akquise, Buchhaltung und Kundensuche drauf. Wenn Sie CHF 150'000/Jahr verdienen müssen und 65% Ihrer Zeit zu CHF 150/Stunde verrechnen können, brauchen Sie rund 1'538 verrechenbare Stunden. Das sind etwa 32 verrechenbare Stunden pro Woche.
Stundensatz festlegen: Nutzen Sie diesen Rechner, um Ihre jährlichen Arbeitsstunden zu ermitteln, und teilen Sie dann Ihr Ziel-Einkommen durch die verrechenbaren Stunden (nicht die Gesamtstunden). So erhalten Sie einen realistischen Stundensatz, der Ferien, Feiertage und nicht verrechenbare Zeit berücksichtigt.
Profi-Tipp: Freelancer in der Schweiz erhalten weder bezahlte Ferien noch Feiertage. Sie müssen in den Arbeitswochen genug verdienen, um die 4-5 Wochen ohne Rechnungen abzudecken. Und vergessen Sie die Altersvorsorge nicht: Mit einem Säule-3a-Konto können Sie bis zu CHF 7'258 vom steuerbaren Einkommen abziehen und gleichzeitig langfristig sparen.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die Standard-Arbeitswoche in der Schweiz?
Die übliche vertragliche Arbeitswoche in der Schweiz beträgt 40 bis 42 Stunden, je nach Branche. Das gesetzliche Maximum liegt bei 45 Stunden für Büro- und Verkaufspersonal und 50 Stunden für alle anderen. Banken und Finanzsektor setzen typischerweise auf 42 Stunden. Tech-Firmen und Startups oft auf 40.
Wie viele Arbeitstage hat ein Jahr in der Schweiz?
2026 hat 261 Werktage. Nach Abzug von 4 Wochen Ferien (20 Tage) und rund 9 Feiertagen arbeitet ein typischer Vollzeitangestellter 226 bis 233 Tage pro Jahr. Die genaue Zahl variiert nach Kanton und danach, wie viele Feiertage auf Werktage vs. Wochenenden fallen.
Wie rechne ich Stunden und Minuten in Dezimalstunden um?
Teilen Sie die Minuten durch 60 und addieren Sie die Stunden. Beispiele: 7h 15min = 7.25, 7h 30min = 7.50, 7h 45min = 7.75. Der häufigste Fehler: 7.30 statt 7.50 für siebeneinhalb Stunden schreiben. Unser Rechner konvertiert automatisch und lässt Sie in beiden Formaten kopieren.
Sind Mittagspausen in der Schweiz bezahlt?
Nein. Das Schweizer Arbeitsgesetz besagt, dass Pausen unbezahlt sind, sofern Ihr Arbeitsvertrag nichts anderes ausdrücklich vorsieht. Pausenzeit muss von der Gesamtarbeitszeit abgezogen werden. 9 Stunden Anwesenheit (8:00 bis 17:00) mit einer Stunde Mittagspause ergeben 8 bezahlte Arbeitsstunden.
Wie viele Feiertage hat die Schweiz?
Das hängt vom Kanton ab. Der einzige nationale Feiertag ist der 1. August (Nationalfeiertag). Die meisten Kantone haben 8 bis 10 zusätzliche Feiertage. Genf und Tessin gehören mit 10 zu den grosszügigsten, Aargau mit 8 zu den sparsamsten. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Kanton und Arbeitgeber.
Darf mein Arbeitgeber Überstunden verlangen?
Ja, aber mit Einschränkungen. Ihr Arbeitgeber kann Überstunden mit angemessener Vorankündigung anordnen, bis zum gesetzlichen Wochenmaximum (45 oder 50 Stunden). Sie müssen mit 125% Lohn oder gleichwertiger Freizeit kompensiert werden. Stunden über dem gesetzlichen Maximum (Überzeit) sind strenger reguliert und unterliegen jährlichen Höchstgrenzen.
Wie berechne ich Arbeitsstunden pro Monat in der Schweiz?
Nehmen Sie Ihre Jahresarbeitszeit und teilen Sie durch 12. Für einen Standard-Angestellten mit 42h/Woche, 4 Wochen Ferien und 9 Feiertagen ergibt das ca. 1'772 Stunden pro Jahr oder rund 147,7 Stunden pro Monat. Die genaue monatliche Zahl variiert, weil Monate unterschiedlich viele Arbeitstage haben.
Was ist der Unterschied zwischen 40h- und 42h-Verträgen?
Zwei Stunden pro Woche ergeben rund 96 zusätzliche Stunden pro Jahr, also fast 2,5 volle Arbeitswochen. Bei einem Gehalt von CHF 100'000 bedeutet ein 42h-Vertrag, dass Ihr effektiver Stundenlohn rund CHF 2.80 niedriger ist als bei einem 40h-Vertrag. Berücksichtigen Sie das immer beim Vergleich von Stellenangeboten.
Tipps für die optimale Nutzung dieses Rechners
Ergebnisse speichern und teilen Klicken Sie auf den Teilen-Button, um eine URL mit Ihren exakten Eingaben zu generieren. Praktisch für Gespräche mit der HR-Abteilung, den Vergleich verschiedener Szenarien oder einfach als Lesezeichen.
Teilzeit-Szenarien vergleichen Rechnen Sie mit verschiedenen Tage-/Stundenkombinationen durch, wie sich der Wechsel von 100% auf 80% tatsächlich auf Ihre Jahresstunden und den effektiven Stundenlohn auswirkt. Das Ergebnis überrascht oft.
Feiertage Ihres Kantons prüfen Nutzen Sie nicht einfach den Standardwert 9. Prüfen Sie die tatsächlichen Feiertage Ihres Kantons für das laufende Jahr und passen Sie die Zahl an. Der Unterschied zwischen 8 und 10 Feiertagen beträgt rund 16 bis 20 Arbeitsstunden pro Jahr.
Für Gehaltsverhandlungen nutzen Berechnen Sie vor Ihrem nächsten Gespräch Ihren echten Stundenlohn. Wenn Sie regelmässig 44 Stunden bei einem 42-Stunden-Vertrag arbeiten, sollten Sie wissen, was diese zusätzlichen Stunden kosten. Kommen Sie mit Daten, nicht mit Bauchgefühl.
Freelancer: Mindestsatz berechnen Geben Sie Ihr Ziel-Jahreseinkommen ein, teilen Sie durch Ihre realistischen verrechenbaren Stunden (nicht Gesamtstunden), und Sie erhalten den Mindeststundensatz, den Sie verlangen müssen. Die meisten Freelancer verlangen zu wenig, weil sie Ferien, Feiertage, Verwaltungsaufwand und Lücken zwischen Projekten vergessen.
Das Fazit
Arbeitszeit in der Schweiz ist nicht kompliziert, aber die meisten machen nie die vollständige Berechnung. Sie schätzen, runden und raten. Das ist in Ordnung, bis man realisiert, dass der Unterschied zwischen 40h und 42h pro Woche bei einem sechsstelligen Gehalt fast CHF 6'000/Jahr an verlorenem Stundenwert ausmacht.
Dieser Rechner macht aus vagen Vertragsangaben konkrete Zahlen. Nutzen Sie ihn vor Ihrer nächsten Gehaltsverhandlung, beim Vergleich von Stellenangeboten oder einfach, um zu verstehen, was Ihre Zeit wirklich wert ist.
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