Mit CHF 10'000 Startkapital und CHF 500 pro Monat in einem globalen ETF kommen Sie nach 20 Jahren bei 6% Rendite auf rund CHF 252'900. Zahlen Sie 1.2% statt 0.2% Fondskosten, endet derselbe Sparplan CHF 30'341 tiefer. Dieser ETF-Rechner zeigt Ihnen beides in Franken, mit Stempelsteuer, Courtage und Inflation.
Wie funktioniert der ETF-Rechner für die Schweiz?
Unser ETF-Rechner simuliert Ihren Sparplan Monat für Monat in CHF. Jeden Monat wird Ihre Sparrate investiert, Courtage und Stempelsteuer werden vom Kauf abgezogen, das Depot wächst mit der erwarteten Rendite, und danach zieht der Fonds seine TER ab. Genau so funktionieren ETF-Kosten in der Praxis: Die TER sehen Sie nie auf einer Rechnung, sie schmälert still den Fondswert.
Die Einmalanlage ist der Betrag, den Sie am ersten Tag investieren. Die monatliche Sparrate ist Ihr Sparplan. Setzen Sie die Sparrate auf 0, wenn Sie nur eine Einmalanlage berechnen möchten, oder das Startkapital auf 0, wenn Sie bei null beginnen.
Raten Sie nicht. Wählen Sie eine der historischen Vorlagen (alle in CHF, inklusive Dividenden) oder stellen Sie Ihre eigene Rendite mit dem Regler ein. Welche Zahl realistisch ist, erklären wir weiter unten.
Tragen Sie die TER des ETFs ein und wählen Sie die passende Stempelsteuer: 0.15% für ausländische ETFs (die meisten irischen oder luxemburgischen ETFs), 0.075% für Schweizer ETFs. Unter «Weitere Optionen» ergänzen Sie Courtage, Inflation, eine jährliche Erhöhung der Sparrate und ob Dividenden reinvestiert oder ausgeschüttet werden.
Sie sehen Ihr Endkapital nominal und in heutiger Kaufkraft, Einzahlungen, Gewinn und Kosten, eine Grafik, einen Gebührenvergleich, drei Rendite-Szenarien und eine Jahrestabelle, die Sie als CSV herunterladen können. Über «Ergebnisse teilen» speichern Sie Ihr Szenario als Link.
Zinseszins-Formel: So rechnet der ETF-Sparplan-Rechner
Für eine Einmalanlage gilt die klassische Zinseszinsformel: K = K₀ × (1 + p)ⁿ. K₀ ist das Startkapital, p die jährliche Rendite und n die Anzahl Jahre. CHF 10'000 bei 6% über 20 Jahre ergeben 10'000 × 1.06²⁰ = CHF 32'071 vor Kosten.
Ein Sparplan fügt eine monatliche Rate R hinzu, die ab dem Monat der Einzahlung mitwächst. Mit dem Monatszins m = (1 + p)^(1/12) − 1 lautet die Formel R × ((1 + m)^(12n) − 1) / m × (1 + m). Danach kommen die Kosten: Die TER senkt die Wachstumsrate, Stempelsteuer und Courtage verkleinern jeden investierten Betrag.
- Total Einzahlungen: CHF 130'000
- Endkapital nach Kosten: CHF 252'888
- Davon Gewinn: CHF 122'888
- Bezahlte Kosten (TER + Stempelsteuer): CHF 4'585
- In heutiger Kaufkraft bei 1% Inflation: CHF 207'253
Möchten Sie den reinen Zinseszinseffekt ohne ETF-Kosten sehen, nutzen Sie unseren Zinseszinsrechner.
Welche Rendite ist realistisch? ETF-Rendite in CHF berechnen
Die ehrliche Antwort: Es hängt stark vom Zeitraum und von der Währung ab. Die meisten Renditezahlen im Internet sind in US-Dollar und überzeichnen, was ein Schweizer Anleger tatsächlich verdient hat. Das sind die historischen Durchschnittswerte hinter den Vorlagen im Rechner, alle in CHF und mit reinvestierten Dividenden:
| Vorlage | Rendite p.a. | Zeitraum | CHF 10'000 + CHF 500/Monat nach 20 Jahren* |
|---|---|---|---|
| MSCI World, letzte 10 Jahre | 9.9% | 2016-2026 | CHF 411'400 |
| Schweizer Aktien | 6.8% | 1900-2025 | CHF 278'846 |
| Ausgewogen 60/40 (CH) | 6.0% | 1900-2025 | CHF 252'888 |
| MSCI World seit 2001 | 4.0% | 2001-2026 | CHF 199'185 |
| Schweizer Staatsobligationen | 3.9% | 1900-2025 | CHF 196'866 |
*Mit 0.20% TER und 0.15% Stempelsteuer. Quellen: MSCI (Nettorenditen in CHF, Januar 2026) und die Pictet-Studie zu Schweizer Aktien und Obligationen (Ausgabe 2026).
Beachten Sie die Spannweite: Ob Sie mit 4% oder mit 9.9% rechnen, verändert das Resultat um mehr als CHF 212'000. Das ist siebenmal mehr als der Unterschied zwischen 0.2% und 1.2% Gebühren. Die Rendite-Annahme ist der grösste Hebel in jedem ETF-Rendite-Rechner. Planen Sie deshalb nie mit der schönsten Zahl.
MSCI World Sparplan: Warum der Franken mitrechnet
Der MSCI World besteht zu rund 72% aus US-Aktien, ein Anleger in CHF trägt also Dollar-Risiko. 2025 legte der Index in Lokalwährungen 16.9% zu, in Franken aber nur 4.5% (Kursrenditen, MSCI-Factsheet August 2026). Langfristig hat der Franken tendenziell aufgewertet. Deshalb hat derselbe Index seit 2001 in CHF deutlich weniger gebracht als in USD.
Währungsgesicherte Anteilsklassen (hedged) neutralisieren diesen Effekt weitgehend. Seit Dezember 2000 brachte der MSCI World in CHF abgesichert 3.5% pro Jahr gegenüber 2.8% ungesichert (Kursrenditen). In den letzten 10 Jahren war es umgekehrt: 8.5% abgesichert gegenüber 9.0% ungesichert. Absichern ist kein Gratisgewinn, sondern eine andere Wette.
ETF-Sparplan oder Einmalanlage?
Wenn Sie das Geld heute schon haben, war die Einmalanlage historisch häufiger im Vorteil als das gestaffelte Investieren. Eine Vanguard-Studie zu den Märkten in den USA, Grossbritannien und Australien zeigt: Die Einmalanlage schnitt in rund zwei von drei Perioden besser ab, weil Märkte öfter steigen als fallen.
Doch vor dieser Wahl stehen die wenigsten. Ein Sparplan existiert, weil Ihr Lohn monatlich kommt. CHF 500 am Zahltag zu investieren, ist die Einmalanlage für Geld, das Sie gestern noch nicht hatten. Der grösste Vorteil ist psychologisch: Ein automatischer Sparplan kauft auch im Crash weiter, wenn die meisten Anleger erstarren.
Beides kombinieren? Investieren Sie vorhandenes Erspartes sofort und legen Sie zusätzlich einen Sparplan an. Im Rechner werden CHF 10'000 allein nach 20 Jahren bei 6% zu CHF 30'766. Der Sparplan mit CHF 500 pro Monat bringt weitere CHF 222'122.
Kosten in der Schweiz: TER, Courtage, Stempelsteuer
Drei Kostenarten treffen Schweizer ETF-Anleger. So viel nimmt jede davon dem Standard-Sparplan über 20 Jahre weg, sortiert nach Wirkung:
- TER (Fondskosten): der grösste Posten. Bei 0.20% zahlt der Sparplan CHF 4'390 TER. Bei 1.2% sinkt das Endkapital um CHF 30'341.
- Courtage: Eine fixe Gebühr von CHF 5 pro monatlichem Kauf kostet CHF 1'205 und inklusive entgangener Rendite CHF 2'236 Endkapital.
- Eidgenössische Stempelsteuer: Schweizer Banken und Broker erheben sie bei jedem Kauf, 0.15% bei ausländischen und 0.075% bei Schweizer ETFs (ESTV). Über 20 Jahre sind das nur CHF 195. Wer wegen der halben Abgabe einen Schweizer ETF wählt, gewinnt rund CHF 190.
Zum Vergleich: Die 62 Anlagefonds der Säule 3a, die wir auf GetRates erfassen, haben eine mittlere TER von 0.76%, die teuersten verlangen 1.27%. Im Standard-Sparplan kostet 0.76% statt 0.20% Sie CHF 17'533. Ist Ihre 3a investiert, vergleichen Sie 3a-Anlagefonds zuerst nach Kosten und erst dann nach vergangener Performance.
Steuern auf ETFs in der Schweiz
Der Rechner zeigt Werte vor Steuern, weil diese von Kanton und Einkommen abhängen. Die Grundsätze gelten aber in der ganzen Schweiz:
- Vermögenssteuer: Der Depotwert per 31. Dezember zählt zu Ihrem steuerbaren Vermögen.
- Dividenden sind Einkommen: Ausschüttungen und die Erträge, die ein thesaurierender ETF reinvestiert, werden beide als Einkommen besteuert. Mit «reinvestiert» sparen Sie also keine Steuern.
- Kapitalgewinne sind steuerfrei für Privatanleger. Ausnahme sind Personen, die als gewerbsmässige Wertschriftenhändler eingestuft werden.
- Verrechnungssteuer: Die 35% auf Schweizer Dividenden fordern Sie über die Steuererklärung zurück. In einem irischen ETF verlieren US-Dividenden auf Fondsebene 15%, die Sie nicht zurückfordern können.
ETF-Sparplan für Kinder: Lohnt sich das?
CHF 100 pro Monat von der Geburt bis 18 ergeben CHF 21'600 Einzahlungen. Bei 6% Rendite und 0.20% TER rechnet der ETF-Rechner mit CHF 37'424. Mit vorsichtigen 4% sind es immer noch CHF 30'764. Ein echter Startvorteil für Ausbildung, die erste Wohnung oder die erste Einzahlung in die Säule 3a.
Zwei praktische Punkte: Bis 18 werden Vermögen und Vermögenserträge des Kindes zur Steuererklärung der Eltern gerechnet. Und 18 Jahre sind lang genug für Aktien, einige Jahre vor dem Bezug sollten Sie aber schrittweise in sicherere Anlagen umschichten.
Häufige Fehler beim ETF-Rechner
9% oder 10% in US-Dollar hat ein Anleger in Franken nicht verdient. Rechnen Sie mit CHF-Renditen und testen Sie Ihren Plan auch mit der vorsichtigen Vorlage.
Zwischen Schweizer und ausländischem ETF liegen bei der Stempelsteuer im Standardszenario rund CHF 190 über 20 Jahre. Ein Prozentpunkt TER kostet über CHF 30'000. Optimieren Sie zuerst die TER.
CHF 252'888 in 20 Jahren kaufen bei 1% Inflation so viel wie CHF 207'253 heute. Schauen Sie bei jedem Sparziel auf den realen Wert.
Ihre Sparrate kauft mehr Anteile, wenn die Kurse tief sind. Wer im Abschwung pausiert, verpasst genau die günstigsten Käufe.
Methodik & Annahmen
- Monatliche Simulation: Einzahlungen werden jeweils zu Monatsbeginn investiert. Die erwartete Rendite wird in einen Monatssatz umgerechnet, die TER wird monatlich anteilig abgezogen.
- Kaufkosten: Courtage (prozentual und fix) und Stempelsteuer werden von jedem Kauf abgezogen, auch von der Einmalanlage. Verkaufskosten und Steuern sind nicht enthalten.
- Realer Wert: Der nominale Wert wird mit Ihrer Inflationsrate abgezinst. Die SNB setzt Preisstabilität mit einer Teuerung unter 2% pro Jahr gleich, 1% ist daher ein mittlerer Standardwert.
- Ausgeschüttete Dividenden: Bei «ausgeschüttet» wird die Dividendenrendite von der Wachstumsrate abgezogen und bar ausbezahlt, sie wächst also nicht mehr mit. Die Standardannahme von 1.5% entspricht der Dividendenrendite des MSCI World im August 2026.
- Konstante Rendite: Der Rechner nimmt jedes Jahr dieselbe Rendite an. Echte Märkte schwanken, deshalb zeigt der Szenario-Block Ihren Plan mit 2 Prozentpunkten weniger und mehr.
- Datenstand: Vorlagen und Kostendaten geprüft im September 2026. Wir aktualisieren sie jährlich.
Unsere Empfehlung
Planen Sie mit der langweiligen Zahl. Funktioniert Ihr Plan auch mit 4% in Franken, sind Sie auf der sicheren Seite, alles darüber ist Bonus. Optimieren Sie danach, was Sie wirklich beeinflussen können: ein breiter Index-ETF mit einer TER unter 0.25%, ein Broker ohne fixe Gebühren auf kleinen Käufen und ein automatischer Dauerauftrag am Zahltag. Und halten Sie vorher drei bis sechs Monatsausgaben auf einem Sparkonto, damit Sie im Crash nie ETFs verkaufen müssen, um eine Rechnung zu bezahlen.

Häufige Fragen zum ETF-Rechner
Was ist ein ETF-Sparplan?
Ein ETF-Sparplan investiert automatisch einen festen Betrag in einen oder mehrere ETFs, meistens monatlich. Ihr Broker kauft für Sie Anteile oder Bruchteile davon, Sie investieren also regelmässig, ohne den Markt timen zu müssen. Viele Schweizer Banken und Online-Broker bieten Sparpläne an, und einmal eingerichtet läuft der Plan von selbst.
Ist ein ETF-Sparplan für Anfänger geeignet?
Ja, gerade für Anfänger. Ein Sparplan auf einen breiten Index-ETF wie den MSCI World verteilt Ihr Geld auf über 1'000 Unternehmen und nimmt Ihnen die Entscheidung ab, wann Sie kaufen. Wichtig sind ein Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren und ein Notgroschen auf dem Sparkonto.
Wie viel bringt ein ETF-Sparplan mit CHF 500 pro Monat in 20 Jahren?
Bei 6% Rendite und 0.20% TER wachsen CHF 500 pro Monat ohne Startkapital in 20 Jahren auf rund CHF 222'122, bei CHF 120'000 Einzahlungen. Über 30 Jahre erreicht derselbe Sparplan etwa CHF 470'516. Mit 4% Rendite ist es deutlich weniger, testen Sie deshalb beide Werte im Rechner.
Welche Rendite ist mit ETFs in der Schweiz realistisch?
Die Zukunft kennt niemand, die Vergangenheit gibt aber eine Bandbreite. In CHF und mit Dividenden brachte der MSCI World seit 2001 4.0% pro Jahr und in den letzten 10 Jahren 9.9%. Schweizer Aktien rentierten seit 1900 mit 6.8% pro Jahr. Für einen globalen Aktien-ETF sind 4% bis 6% eine vernünftige Planungsgrösse.
Welche App ist die beste für einen ETF-Sparplan?
Die beste App ist jene mit den tiefsten Gesamtkosten für Ihre Sparrate. Vergleichen Sie drei Punkte: die Gebühr pro Ausführung des Sparplans, die Depotgebühren und die Wechselkursmarge beim Kauf von ETFs in USD oder EUR. Bei kleinen Monatsbeträgen schlägt ein kostenloser Sparplan jede tiefe prozentuale Courtage.
Einmalanlage oder Sparplan: Was ist besser?
Haben Sie das Geld bereits, schnitt die Einmalanlage historisch in etwa zwei von drei Perioden besser ab, weil Märkte öfter steigen als fallen. Der Sparplan ist das richtige Werkzeug für Geld, das Sie laufend verdienen, und er hilft Ihnen, auch im Crash weiter zu investieren.
Muss ich ETF-Gewinne in der Schweiz versteuern?
Privatanleger zahlen in der Schweiz keine Kapitalgewinnsteuer. Einkommenssteuer fällt auf Dividenden an, auch auf jene, die ein thesaurierender ETF reinvestiert, dazu kommt die Vermögenssteuer auf den Depotwert. Die Verrechnungssteuer von 35% auf Schweizer Dividenden erhalten Sie über die Steuererklärung zurück.
Wie hoch ist die Stempelsteuer auf ETFs?
Die eidgenössische Umsatzabgabe beträgt 0.15% des Transaktionswerts bei ausländischen ETFs und 0.075% bei Schweizer ETFs. Schweizer Banken und Broker erheben sie bei jedem Kauf und Verkauf. Bei einem Sparplan von CHF 500 pro Monat sind das CHF 0.75 pro Kauf eines ausländischen ETFs.