ETF kaufen Schweiz 2026: Anleitung & Kosten in CHF

Depot eröffnen, ETF über die ISIN finden, in CHF an der SIX kaufen: Wir zeigen jeden Schritt, was ein ETF-Kauf bei 9 Brokern kostet und welcher ETF zu Schweizer Anlegern passt, vom Fondsdomizil bis zur Frage thesaurierend oder ausschüttend.

Adrien MissiouxJordana da Mata
Geschrieben von Adrien MissiouxGeprüft von Jordana da Mata
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Wer in ETFs investieren will, zahlt für denselben Kauf sehr unterschiedliche Preise: Ein ETF-Kauf über CHF 5'000 kostet bei Interactive Brokers CHF 5 und bei der UBS CHF 52.50. Gleicher Fonds, gleiche Börse, mehr als zehnmal so teuer. Der ETF ist wichtig, doch der Broker und die Handelslinie entscheiden, wie viel Ihres Geldes in Gebühren fliesst. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie in der Schweiz ETFs kaufen, was jeder Broker verlangt und wie Sie als Schweizer Anleger einen ETF auswählen.

ETF kaufen in der Schweiz: Wie geht das?

Um in der Schweiz ETFs zu kaufen, eröffnen Sie ein Wertschriftendepot bei einer Schweizer Bank, einer Investment-App oder einem ausländischen Broker, überweisen CHF und kaufen den ETF über seine ISIN, am besten an der SIX in Franken. Ein Kauf über CHF 5'000 kostet je nach Broker CHF 5 bis 52.50 an Courtage und Stempelsteuer.

Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, der einen Index wie den MSCI World oder den SPI nachbildet und wie eine Aktie gehandelt wird. Anders als einen klassischen Anlagefonds, den Sie über Ihre Bank zeichnen, kaufen und verkaufen Sie einen ETF zum aktuellen Börsenkurs, solange die Börse offen ist. Die meisten ETFs sind passiv, deshalb sind ihre laufenden Kosten tief: Unser Ratgeber zu passiven und aktiven Fonds vergleicht beide Ansätze.

ETF kaufen in 4 Schritten

  1. Broker wählen und Wertschriftendepot eröffnen. Das geht online in einem Durchgang, mit Ausweis und Smartphone. Der Broker bestimmt Ihre Kosten über Jahre, vergleichen Sie also zuerst (siehe Tabellen unten).
  2. CHF von Ihrem Bankkonto überweisen. Eine normale Überweisung genügt. Solange Sie ETFs in CHF kaufen, wird nichts gewechselt.
  3. ETF über die ISIN suchen und die CHF-Linie an der SIX wählen. Die ISIN ist ein 12-stelliger Code, der genau einen Fonds bezeichnet. Derselbe ETF wird oft an mehreren Börsen und in mehreren Währungen gehandelt.
  4. Limit-Order während der Handelszeiten der SIX erteilen. Betrag eingeben, Limit nahe am aktuellen Kurs setzen, Kostenschätzung prüfen und bestätigen.

Die Order funktioniert bei einem ETF gleich wie bei einer Aktie. Unser Ratgeber Aktien kaufen in der Schweiz erklärt jedes Feld, von der Ordertyp-Wahl bis zu Bruchteilen.

Wo kann ich ETFs am günstigsten kaufen?

Jeder ETF-Kauf kostet Sie die Courtage des Brokers und bei einem Schweizer Broker die Stempelsteuer: 0.15% für einen ETF mit ausländischem Domizil und 0.075% für einen Schweizer ETF, auf Käufen und Verkäufen, wie die Eidgenössische Steuerverwaltung erklärt. Ausländische Broker erheben sie nicht. Wird der ETF in USD gehandelt, kommt der Devisenwechsel dazu.

Was ein ETF-Kauf über CHF 5'000 bei jedem Broker kostet

Hier ein Kauf eines ETF mit ausländischem Domizil, etwa eines Welt-ETF mit Domizil Irland, in CHF an der SIX:

Ein ETF-Kauf über CHF 5'000 an der SIX
BrokerCourtageStempelsteuerTotal
Interactive BrokersCHF 5.00KeineCHF 5.00
DEGIROCHF 6.00KeineCHF 6.00
Saxo BankCHF 4.00CHF 7.50CHF 11.50
CornèrtraderCHF 9.00CHF 7.50CHF 16.50
Swissquote¹CHF 9.85CHF 7.50CHF 17.35
PostFinance E-TradingCHF 20.00CHF 7.50CHF 27.50
YuhCHF 25.00CHF 7.50CHF 32.50
neon invest²CHF 25.00CHF 7.50CHF 32.50
UBS e-banking TradingCHF 45.00CHF 7.50CHF 52.50
Courtage gemäss öffentlicher Preisliste des Brokers, plus 0.15% Stempelsteuer für einen ausländischen ETF bei einem Schweizer Broker. Stand der Gebühren: 29. Oktober 2026.
  • ¹ Swissquote: Preis für ETFs im Programm ETF Leaders. Ausserhalb beträgt die Courtage CHF 29.85 und das Total CHF 37.35; Börsengebühren kommen dazu.
  • ² neon invest: handelt an der BX Swiss, nicht an der SIX.
  • Trading 212: keine publizierten Kosten für einen ETF-Kauf an der SIX.
  • Yuh, neon invest: 0% Courtage auf ausgewählte ETFs im Sparplan; die Stempelsteuer fällt trotzdem an.
  • ETF mit Domizil Schweiz: Die Stempelsteuer beträgt 0.075%, also CHF 3.75 statt CHF 7.50.

Das Bild ist klar: Ausländische Broker liegen vorne, weil sie keine Stempelsteuer erheben, die Grossbank liegt hinten. Klicken Sie auf einen Broker für unsere Bewertung, oder stellen Sie Interactive Brokers, Saxo und Swissquote nebeneinander. Die Jahreskosten mit Depotgebühr und Devisen zeigt unser Broker Vergleich nach Anlegerprofil.

ETFs in USD kaufen: Die Devisengebühr kostet oft mehr als die Courtage

Viele bekannte ETFs werden auch in USD gehandelt, an der SIX oder an einer US-Börse. Kaufen Sie diese Linie, wechselt der Broker Ihre Franken in Dollar und behält eine Marge. Hier allein die Devisenkosten auf CHF 5'000:

Devisenkosten beim Kauf eines USD-ETF über CHF 5'000
BrokerDevisengebührDevisenkosten
Interactive Brokers¹0.002%CHF 1.60
Trading 2120.15%CHF 7.50
Saxo Bank0.25%CHF 12.50
DEGIRO0.25%CHF 12.50
Cornèrtrader0.80%CHF 40.00
Yuh0.95%CHF 47.50
Swissquote0.95%CHF 47.50
PostFinance E-Trading1.00%CHF 50.00
Kosten für den Wechsel von CHF 5'000 in USD, ohne Courtage. Stand der Gebühren: 29. Oktober 2026.
  • ¹ Interactive Brokers: 0.002% mit einem Minimum von USD 2, rund CHF 1.60 bei USD/CHF 0.80.
  • neon invest: nur CHF, keine ETFs in USD.
  • UBS e-banking Trading: Devisenmarge nicht publiziert.

Bei mehreren Brokern ist die Devisengebühr auf einem einzigen Kauf höher als die Courtage. Die Lösung ist einfach: Hat der ETF eine CHF-Handelslinie an der SIX, kaufen Sie diese. Ihr Geld wird beim Broker nicht gewechselt, und die Devisenmarge entfällt.

Depotgebühren

Die Courtage zahlen Sie einmal, die Depotgebühr jedes Jahr. Saxo, Interactive Brokers, DEGIRO, Yuh, neon und Trading 212 verlangen keine. Cornèrtrader ist bis CHF 10'000 gratis, danach ab CHF 20 pro Quartal plus MWST. PostFinance verlangt CHF 72 pro Jahr und schreibt sie jedes Quartal als Courtage-Guthaben gut. Swissquote verlangt je nach Depot CHF 86.48 bis 216.20 pro Jahr, die UBS 0.35% pro Jahr plus MWST. Für langfristige ETF-Anleger kostet die Depotgebühr oft mehr als alle Käufe zusammen.

Schweizer oder ausländischer Broker für ETFs?

Ein Schweizer Broker erhebt Stempelsteuer, liefert Ihnen aber einen Steuerauszug für die Steuererklärung, gratis bei Saxo und neon. Ein ausländischer Broker wie Interactive Brokers oder DEGIRO ist pro Kauf günstiger, dafür erfassen Sie Ihre Positionen in der Steuererklärung selbst. Eröffnen Sie ein Konto bei Swissquote, erhalten Neukunden mit dem Swissquote Promo-Code CHF 100 Trading-Guthaben, wenn sie innert 3 Monaten CHF 1'000 einzahlen.

Welchen ETF kaufen? So wählen Sie als Anleger in der Schweiz

Den einen besten ETF gibt es nicht. Einige Kriterien zählen in der Schweiz aber mehr als anderswo: wo der Fonds domiziliert ist, welche Handelslinie Sie kaufen und was er im Halten kostet.

Fondsdomizil: Schweiz, Irland oder USA?

Das Domizil bestimmt, wie die Dividenden besteuert werden, bevor sie bei Ihnen ankommen, und wie viel Stempelsteuer Sie zahlen. Hier drei verbreitete Beispiele, keine Empfehlungen:

DomizilBeispiel (ISIN oder Ticker)TERQuellensteuer auf DividendenStempelsteuer bei einem Schweizer Broker
SchweiziShares Core SPI (CH0237935652)0.10%35% Verrechnungssteuer, über die Steuererklärung voll zurückforderbar0.075%
IrlandVanguard FTSE All-World (IE00B3RBWM25), iShares Core MSCI World (IE00B4L5Y983)0.14%, 0.20%Keine Schweizer Steuer; der Fonds zahlt US-Steuer auf US-Dividenden, die Sie nicht zurückfordern können0.15%
USAVanguard Total World (VT)0.06%15% US-Steuer mit Formular W-8BEN, anrechenbar mit Formular DA-1 ab CHF 100 ausländischer Steuer pro Jahr0.15%

TER Stand Oktober 2026, gemäss justETF und Anbieterangaben. Sie ändern sich, prüfen Sie also vor dem Kauf das Factsheet. ETFs mit US-Domizil haben die tiefsten TER, bringen aber Zugangsbeschränkungen und ein Risiko bei der US-Erbschaftssteuer mit sich (siehe unten).

Die CHF-Handelslinie an der SIX

Derselbe ETF kann an der SIX in CHF, USD und EUR sowie an ausländischen Börsen gehandelt werden. Suchen Sie in der Order-Maske nach der ISIN und wählen Sie die Linie an der SIX Swiss Exchange in CHF. So vermeiden Sie den Devisenwechsel beim Broker. Kaufen Sie während der Handelszeiten der SIX mit einer Limit-Order statt zur Eröffnung, wenn die Kurse springen können.

Index, TER, Fondsgrösse und Replikation

Beginnen Sie mit dem Index: Ein Weltindex (MSCI World, FTSE All-World, MSCI ACWI) verteilt Ihr Geld auf über tausend Unternehmen, ein Schweizer Index (SPI, SMI) hält Sie im Heimmarkt. Vergleichen Sie dann die TER, die jährlichen laufenden Kosten, die im Fonds abgezogen werden. Bei zwei ETFs auf denselben Index gewinnt über 20 Jahre meist der günstigere.

Prüfen Sie auch die Fondsgrösse: Ein grosser ETF lässt sich leichter handeln und wird weniger wahrscheinlich geschlossen. Die Replikation zeigt, ob der Fonds die Aktien tatsächlich hält (physisch) oder den Index über einen Swap abbildet (synthetisch). Physische Replikation ist für die meisten die einfachere Wahl. Eine CHF-abgesicherte Variante (hedged) schützt vor Währungsschwankungen, kostet aber jedes Jahr mehr.

Thesaurierend oder ausschüttend?

Ein ausschüttender ETF zahlt die Dividenden auf Ihr Konto, ein thesaurierender legt sie im Fonds wieder an. Für die Steuern macht das keinen Unterschied: In der Schweiz werden beide jedes Jahr auf den Erträgen des Fonds besteuert, und der steuerbare Betrag steht in der Kursliste ICTax der Eidgenössischen Steuerverwaltung. Wählen Sie, was zu Ihren Gewohnheiten passt. Unser Ratgeber Aktien und ETFs versteuern erklärt, wie ETF-Erträge besteuert werden.

Welcher ETF ist für Anfänger in der Schweiz geeignet?

Wir küren keinen Sieger, denn der richtige ETF hängt von Ihren Zielen und Ihren übrigen Anlagen ab. Für Einsteiger erfüllt ein guter ETF meist diese Punkte: breiter Welt- oder Schweizer Index, tiefe TER, grosser Fonds, physische Replikation und eine CHF-Handelslinie an der SIX. Fonds wie der Vanguard FTSE All-World, der iShares Core MSCI World oder der iShares Core SPI aus der Tabelle oben sind bekannte Beispiele, die diese Kriterien erfüllen. Vergleichen Sie sie vor dem Entscheid auf justETF oder im Factsheet des Anbieters.

Können Schweizer US-ETFs wie VT kaufen?

Teilweise, je nach Broker. Nach Schweizer Recht (FIDLEG) braucht ein Finanzinstrument, das Privatkunden angeboten wird, ein Basisinformationsblatt. Viele ETFs mit US-Domizil haben keines, deshalb verkaufen viele Broker sie nicht an Privatkunden. Das Gesetz kennt eine Ausnahme: Nach Art. 8 Abs. 4 FIDLEG muss kein Basisinformationsblatt zur Verfügung gestellt werden, wenn der Broker Ihren Auftrag nur ausführt oder übermittelt.

Gemäss The Poor Swiss (Update 2024) können Schweizer Anleger bei Interactive Brokers weiterhin ETFs mit US-Domizil kaufen, DEGIRO hat dies 2019 eingestellt. Die Regeln unterscheiden sich je nach Broker und ändern sich, fragen Sie also beim Broker nach, bevor Sie dafür ein Konto eröffnen.

Wägen Sie vor dem Kauf ab. US-ETFs wie VT haben sehr tiefe TER, und die 15% US-Quellensteuer lassen sich mit dem Formular DA-1 anrechnen. Fonds mit US-Domizil können Ihren Nachlass aber der US-Erbschaftssteuer aussetzen, und oft zahlen Sie bei jedem Kauf Devisengebühren. Wenn Sie grössere Beträge halten wollen, sprechen Sie zuerst mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater.

Einmalanlage oder ETF-Sparplan: Wie wollen Sie in ETFs investieren?

Sie können einen Betrag auf einmal investieren oder mit einem Sparplan jeden Monat einen festen Betrag anlegen. Einmalanlagen halten die Courtage pro investiertem Franken tief, Sparpläne machen das Investieren automatisch, und einige Apps verlangen auf ausgewählten ETFs keine Courtage. Was ein monatlicher Betrag über 20 Jahre werden könnte, zeigt unser ETF-Rechner.

Wie viel Geld brauche ich, um in ETFs zu investieren?

Weniger als Sie denken. Mit einem Sparplan starten Sie ab CHF 1 bei neon, PostFinance oder Trading 212, oder ab CHF 10 bei Yuh. Die echte Grenze ist die Courtage: CHF 5 bei Interactive Brokers sind 0.5% einer Order über CHF 1'000, und fixe Gebühren bei einer Grossbank wiegen bei kleinen Beträgen noch schwerer. Saxo verlangt einen Prozentsatz mit einem Minimum von CHF 3, was kleineren Orders entgegenkommt.

Als Faustregel: Investieren Sie nur Geld, das Sie mindestens fünf Jahre nicht brauchen, und halten Sie eine Reserve auf einem Sparkonto. Bevor Sie ein steuerbares Depot eröffnen, prüfen Sie Ihre Säule 3a: Wer in 3a-Fonds investiert, erhält einen Steuerabzug, den kein Broker bieten kann. Unser Ratgeber zum Einstieg in 3a-Fonds zeigt, wie es geht.

Häufige Fehler beim ETF-Kauf

Automatisch die USD-Linie kaufen

Derselbe ETF hat oft neben der CHF-Linie auch USD- und EUR-Linien. Wird er in CHF an der SIX gehandelt, kaufen Sie diese Linie und sparen sich die Devisenmarge.

ETFs bei der Hausbank liegen lassen

Eine Grossbank verlangt eine hohe Courtage pro Kauf und jedes Jahr eine Depotgebühr. Über 20 Jahre kann das mehr kosten als die Gebühren des ETF selbst.

Einen ETF nach der Rendite des letzten Jahres wählen

Der Gewinner des letzten Jahres ist oft ein enger Branchen- oder Länderfonds. Entscheiden Sie nach Index, TER, Grösse und Handelslinie, nicht nach der jüngsten Performance.

Zur Börseneröffnung eine Market-Order erteilen

In den ersten Handelsminuten können die Kurse springen. Nutzen Sie während der Handelszeiten der SIX eine Limit-Order nahe am aktuellen Kurs.

Glauben, ein thesaurierender ETF sei steuerfrei

Wieder angelegte Erträge sind in der Schweiz trotzdem jedes Jahr steuerbar. Der Betrag steht in der Kursliste ICTax und in Ihrem Steuerauszug.

US-ETFs kaufen, ohne die Erbschaftssteuer zu prüfen

Fonds mit US-Domizil können Ihren Nachlass der US-Erbschaftssteuer aussetzen. Klären Sie das mit einer Fachperson, bevor Sie grössere Beträge investieren.

Meine Einschätzung

Wenn mich ein Freund fragt, wie man in der Schweiz ETFs kauft, rate ich zu einer langweiligen Lösung. Füllen Sie zuerst Ihre Säule 3a. Wählen Sie dann einen Welt-ETF als Kern und kaufen Sie ihn in CHF an der SIX bei einem günstigen Broker, nicht bei der Hausbank. Interactive Brokers lohnt sich für grosse Beträge oder wenn Sie US-ETFs wollen und Ihre Steuerliste selbst erstellen. Saxo ist die einfache Wahl, wenn Sie eine Schweizer Bank und einen kostenlosen Steuerauszug möchten. Danach regelmässig einzahlen und nicht jeden Tag auf den Kurs schauen.

Adrien MissiouxGründer, GetRates

Häufige Fragen

Wo kann ich ETFs am günstigsten kaufen?

Ausländische Broker wie Interactive Brokers und DEGIRO sind für einen ETF-Kauf an der SIX am günstigsten, weil sie keine Schweizer Stempelsteuer erheben. Unter den Schweizer Brokern kostet Saxo in unserer Tabelle am wenigsten. Grossbanken wie die UBS kosten pro Kauf ein Mehrfaches und verlangen jedes Jahr eine Depotgebühr.

Welcher Broker ist der beste für ETFs?

Das hängt davon ab, wie Sie in ETFs investieren. Interactive Brokers ist für grosse Beträge am günstigsten und bot Schweizer Anlegern 2024 noch US-ETFs an, dafür erstellen Sie Ihre Steuerliste selbst. Saxo ist die günstigste Schweizer Bank mit kostenlosem Steuerauszug. Yuh und neon sind die einfachsten Apps für kleine monatliche Beträge. Unser Broker Vergleich bewertet 10 Broker nach echten Jahreskosten.

Welcher ETF ist für Anfänger in der Schweiz geeignet?

Den einen besten ETF gibt es nicht. Achten Sie auf einen breiten Welt- oder Schweizer Index, eine tiefe TER, einen grossen Fonds, physische Replikation und eine CHF-Handelslinie an der SIX. Bekannte Beispiele sind der Vanguard FTSE All-World, der iShares Core MSCI World und der iShares Core SPI. Prüfen Sie vor dem Kauf das aktuelle Factsheet.

Können Schweizer US-ETFs wie VT kaufen?

Bei einigen Brokern. Das FIDLEG verlangt für Produkte, die Privatkunden angeboten werden, ein Basisinformationsblatt, das viele US-ETFs nicht haben, aber nicht bei reinen Ausführungsaufträgen (Execution only). Interactive Brokers erlaubte es 2024 noch, DEGIRO hat 2019 aufgehört. Fragen Sie beim Broker nach und denken Sie an das Risiko der US-Erbschaftssteuer.

Sollte ich ETFs in CHF oder USD kaufen?

In CHF, wann immer der ETF eine CHF-Handelslinie an der SIX hat. Der Fonds investiert trotzdem weltweit, Sie behalten also dasselbe Engagement, zahlen aber keine Devisenmarge des Brokers. Bei einigen Brokern liegt diese Marge nahe bei 1% des Betrags, also über der Courtage.

Thesaurierend oder ausschüttend: Was ist besser?

Steuerlich spielt es keine Rolle: In der Schweiz werden beide jedes Jahr auf den Erträgen des Fonds besteuert, der Betrag steht in der Kursliste ICTax. Wer in ETFs investieren und sich nicht ums Wiederanlegen kümmern will, wählt thesaurierend. Ausschüttende ETFs zahlen Geld aus, das Sie wieder anlegen oder ausgeben.

Zahle ich Stempelsteuer auf ETFs?

Ja, bei Schweizer Brokern: 0.15% für einen ETF mit ausländischem Domizil und 0.075% für einen Schweizer ETF, auf jedem Kauf und Verkauf. Auf CHF 5'000 sind das CHF 7.50 bzw. CHF 3.75. Ausländische Broker wie Interactive Brokers und DEGIRO erheben keine Schweizer Stempelsteuer.

Über den Autor

Adrien Missioux

Adrien Missioux

Gründer & Hauptautor

Unternehmer, der ein SaaS von Grund auf zu mehreren Millionen Umsatz aufgebaut hat. Entwickelt GetRates.ch, um Transparenz in die Schweizer Finanzwelt zu bringen.

Über die Prüferin

Jordana da Mata

Jordana da Mata

Finanzprüferin & Faktenprüferin

Arbeitet im Schweizer Bankwesen, mit Erfahrung in AML-Ermittlungen und grenzüberschreitenden Zahlungen. Prüft GetRates.ch-Inhalte vor der Veröffentlichung auf Genauigkeit und versteckte Bedingungen.

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