Wer in der Schweiz Aktien mit Gewinn verkauft, zahlt als Privatanleger keine Kapitalgewinnsteuer. Das ist die gute Nachricht. Weniger bekannt: Bei einem Schweizer Broker zahlen Sie auf jeden Kauf Stempelsteuer, auf Dividenden Einkommenssteuer, dazu 35% Verrechnungssteuer (die Sie zurückbekommen) und Vermögenssteuer. Was Sie beim Aktien versteuern in der Schweiz zahlen und wie viel Papierkram Sie haben, hängt stark vom Broker ab. Neu beim Anlegen? Lesen Sie zuerst, wie Sie Aktien kaufen.
Allgemeine Informationen, keine Steuerberatung. Für Ihren Fall fragen Sie Ihr kantonales Steueramt.
Aktien versteuern in der Schweiz: Welche Steuern zahlen Sie?
Hier jede Steuer, die ein Schweizer Privatanleger auf seinem Aktiendepot zahlt, und ob die Wahl des Brokers etwas daran ändert.
| Steuer | Satz | Wer sie erhebt | Schweizer Broker | Ausländischer Broker |
|---|---|---|---|---|
| Kapitalgewinnsteuer | keine für Privatanleger | n/a | keine | keine |
| Stempelsteuer (Umsatzabgabe) | 0.075% Schweizer, 0.15% ausländische Wertschriften | Ihr Broker, für die ESTV | bei jedem Handel | keine |
| Verrechnungssteuer | 35% auf Schweizer Dividenden | die ausschüttende Firma | Rückforderung über die Steuererklärung | Rückforderung über die Steuererklärung |
| US-Quellensteuer | 15% mit W-8BEN | die USA | plus 15% zusätzlich, später zurück | nur 15% |
| Einkommenssteuer auf Dividenden | Ihr Grenzsteuersatz | Bund, Kanton und Gemeinde | gleich | gleich |
| Vermögenssteuer | kantonale Tarife | Kanton und Gemeinde | gleich | gleich |
Kurz gesagt: Beim Aktien versteuern in der Schweiz ist fast alles bei jedem Broker gleich, ausser der Stempelsteuer und dem Aufwand. Ein Schweizer Broker verlangt Stempelsteuer, liefert aber einen fertigen Steuerauszug. Ein ausländischer Broker spart Ihnen die Stempelsteuer, dafür füllen Sie das Wertschriftenverzeichnis selbst aus.
Gibt es in der Schweiz eine Kapitalgewinnsteuer auf Aktien?
Nein. Nach Schweizer Steuerrecht sind Kapitalgewinne auf privatem Vermögen steuerfrei, beim Bund wie im Kanton. Sie können eine Aktie kaufen, sie eine Woche oder zehn Jahre später mit Gewinn verkaufen und schulden auf den Gewinn nichts. Eine Haltefrist, nach der Gewinne steuerfrei werden, gibt es nicht. Sie sind es vom ersten Tag an.
Die Kehrseite: Verluste können Sie auch nicht abziehen. Verkaufen Sie mit Verlust, senkt das Ihr steuerbares Einkommen nicht. Für Buy-and-Hold-Anleger ist das ein fairer Deal. Wer viel handelt, sollte aber einen Haken kennen: den gewerbsmässigen Wertschriftenhändler.
Wann gelten Sie als gewerbsmässiger Wertschriftenhändler?
Stuft Sie das Steueramt als gewerbsmässigen Wertschriftenhändler ein, werden Ihre Gewinne zu steuerbarem Einkommen. Das Kreisschreiben Nr. 36 der ESTV nennt fünf Kriterien. Erfüllen Sie alle fünf, geht das Steueramt von privater Vermögensverwaltung aus, und Ihre Gewinne bleiben steuerfrei:
- Sie halten die verkauften Wertschriften mindestens 6 Monate.
- Ihr Transaktionsvolumen pro Jahr (alle Käufe plus alle Verkäufe) beträgt höchstens das Fünffache Ihres Wertschriften- und Guthabenbestands zu Jahresbeginn.
- Ihre Kapitalgewinne betragen weniger als 50% Ihres Reineinkommens.
- Ihre Anlagen sind nicht fremdfinanziert, oder Ihre steuerbaren Vermögenserträge (Dividenden, Zinsen) sind höher als die anteiligen Schuldzinsen.
- Derivate (etwa Optionen) setzen Sie nur zur Absicherung eigener Positionen ein.
Fehlt ein Kriterium, sind Sie nicht automatisch gewerbsmässig. Das Steueramt beurteilt dann Ihre gesamte Situation im Einzelfall. Ein typischer ETF-Anleger, der monatlich kauft und selten verkauft, ist weit von diesen Grenzen entfernt.
Wie hoch ist die Stempelsteuer auf Aktien?
Die Stempelsteuer auf Wertschriften (offiziell Umsatzabgabe, auch Stempelabgabe genannt) beträgt 0.075% auf Schweizer und 0.15% auf ausländische Wertschriften, pro Kauf und Verkauf, berechnet auf dem Preis. Das Gesetz sieht 1.5‰ und 3‰ vor, doch wie die ESTV erklärt, schuldet der Schweizer Effektenhändler je eine halbe Abgabe pro Vertragspartei. Als Privatanleger zahlen Sie Ihre Hälfte.
Ein kurzes Beispiel: Sie kaufen bei einem Schweizer Broker für CHF 5'000 einen ETF mit Sitz in Irland. Das ist eine ausländische Wertschrift, also zahlen Sie CHF 7.50 Stempelsteuer, zusätzlich zur Courtage. Verkaufen Sie später, zahlen Sie nochmals. Dieselben CHF 5'000 in einer Schweizer Aktie kosten CHF 3.75.
Wer verlangt keine Stempelsteuer? Nur Schweizer Effektenhändler erheben sie, deshalb verlangen ausländische Broker wie Interactive Brokers, DEGIRO und Trading 212 keine. Ausgenommen sind ausserdem Neuemissionen (ausser ausländischen Fondsanteilen), Optionen und Geldmarktpapiere. In unseren Daten verlangen alle sieben Schweizer Broker, die wir vergleichen, die Stempelsteuer: Saxo, Swissquote, PostFinance, UBS, Cornèrtrader, Yuh und neon.
Dividenden versteuern: Einkommenssteuer und Verrechnungssteuer
Dividenden und andere Vermögenserträge werden als Einkommen versteuert, bei Bund, Kanton und Gemeinde, zu Ihrem Grenzsteuersatz. Ob die Dividende von einer Schweizer oder einer ausländischen Firma kommt und bei welchem Broker Sie sind, spielt keine Rolle. Jede Dividende gehört ins Wertschriftenverzeichnis Ihrer Steuererklärung.
Bevor Sie eine Schweizer Dividende überhaupt sehen, sind 35% weg: die Verrechnungssteuer. Sie ist kein Kostenpunkt, sondern ein Pfand. Der Bund behält sie, bis Sie die Dividende deklarieren. Wer seine Dividenden korrekt deklariert, bekommt die Verrechnungssteuer vollständig zurück, als Rückzahlung oder als Anrechnung an die Steuerrechnung.
Wie können Sie die Verrechnungssteuer zurückfordern?
Um die Verrechnungssteuer zurückzufordern, brauchen Sie kein spezielles Formular. Sie tragen die Schweizer Dividende mit dem Bruttobetrag und den abgezogenen 35% ins Wertschriftenverzeichnis ein, und der Kanton zahlt die Verrechnungssteuer zurück oder verrechnet sie, wie ch.ch erklärt. Der Steuerauszug eines Schweizer Brokers füllt das für Sie aus. Bei einem ausländischen Broker erfassen Sie jede Schweizer Dividende selbst.
Vergessen Sie eine Dividende zu deklarieren, kann der Anspruch auf Rückerstattung verfallen. Bei CHF 1'000 Schweizer Dividenden sind das CHF 350, die für immer weg sind. Eine teure Art, eine Zeile in der Steuererklärung zu sparen.
Welche Dividenden sind steuerfrei?
Ausschüttungen aus Reserven aus Kapitaleinlagen (KER) sind für Privatanleger steuerfrei. Das Kreisschreiben Nr. 29c der ESTV bestätigt: Rückzahlungen aus diesen Reserven unterliegen weder der Einkommenssteuer noch der Verrechnungssteuer. Verschiedene Schweizer Firmen zahlen einen Teil ihrer Dividende so aus. Ihr Steuerauszug oder die Dividendenabrechnung zeigt, welcher Teil aus KER stammt.
Für an der SIX kotierte Firmen gilt eine Grenze: Sie müssen mindestens gleich viel steuerbare Dividende ausschütten wie Rückzahlungen aus KER, solange sie noch übrige Reserven haben. In der Praxis deckt die KER-Ausschüttung einer kotierten Firma also meist höchstens die Hälfte der Dividende ab.
Wie werden US-Aktien versteuert? W-8BEN und Formular DA-1
Auf US-Dividenden fällt US-Quellensteuer an. Mit dem Formular W-8BEN behalten die USA dank dem Doppelbesteuerungsabkommen 15% statt 30% ein. Bei einem ausländischen Broker wie Interactive Brokers unterschreiben Sie das W-8BEN online bei der Kontoeröffnung. Ohne W-8BEN zahlen Sie doppelt.
Warum behält eine Schweizer Bank zusätzlich 15% ein?
Schweizer Banken, die als US Qualified Intermediary handeln, müssen für Schweizer Anleger einen zusätzlichen Steuerrückbehalt von 15% auf US-Dividenden abziehen. So steht es im Merkblatt der ESTV zu US-Dividenden. Bei einem Schweizer Broker kommen von USD 100 Dividende also nur USD 70 an. Die zusätzlichen 15% erhalten Sie über die Steuererklärung zurück (Formular R-US 164, das viele Kantone ins Formular DA-1 integriert haben). Das kostet Zeit, aber kein Geld.
Wann lohnt sich das Formular DA-1?
Die restlichen 15% US-Quellensteuer können Sie mit dem Formular DA-1 an Ihre Schweizer Steuern anrechnen lassen. Laut der Wegleitung der ESTV zum DA-1 zählen zwei Regeln:
- Die 100-Franken-Regel. Betragen Ihre nicht rückforderbaren ausländischen Steuern insgesamt höchstens CHF 100 pro Jahr, gibt es keine Anrechnung. Sie deklarieren die Dividenden dann um diese ausländische Steuer gekürzt.
- Der Maximalbetrag. Die Anrechnung kann nicht höher sein als die Schweizer Steuer auf diesem Ertrag.
Bei 15% entsprechen CHF 100 US-Steuer rund CHF 667 US-Dividenden pro Jahr. Bei 2% Dividendenrendite sind das rund CHF 33'000 in US-Aktien. Darunter ist das DA-1 Ihren Abend nicht wert.
Wie funktioniert die Vermögenssteuer auf Aktien?
Ihre Aktien zählen zum steuerbaren Vermögen, zum Steuerwert per 31. Dezember. Das ist meist der Jahresendkurs aus der Kursliste ICTax des Bundes. Die Vermögenssteuer erheben nur Kanton und Gemeinde, und die Tarife unterscheiden sich stark. Jeder Kanton kennt einen Freibetrag, ein kleines Depot löst also unter Umständen gar keine Vermögenssteuer aus.
Zur Einordnung aus den Steuerdaten 2026 der ESTV: Eine alleinstehende Person mit CHF 500'000 Reinvermögen zahlt CHF 639 pro Jahr in Zürich, CHF 1'638 in Genf und CHF 1'611 in Lugano. Ihre eigene Gemeinde finden Sie auf unserer Steuerkarte der Schweiz.
Steuerauszug und Verrechnungssteuer: Was erledigt Ihr Broker?
Hier zeigt sich die Wahl des Brokers wirklich. Ein Schweizer Broker schickt Ihnen jedes Jahr einen Steuerauszug (E-Steuerauszug). Sie importieren ihn in Ihre Steuersoftware, und er füllt jede Position, ihren Steuerwert, jede Dividende und die zurückzufordernde Verrechnungssteuer aus. Ein ausländischer Broker liefert einen Jahresbericht, und das Wertschriftenverzeichnis erstellen Sie selbst.
| Broker | Stempelsteuer | Steuerauszug |
|---|---|---|
| Saxo Bank | ja | gratis |
| neon invest | ja | gratis |
| Cornèrtrader | ja | CHF 20 |
| Yuh | ja | CHF 25 |
| Swissquote | ja | CHF 85 |
| PostFinance | ja | CHF 97.30 |
| UBS | ja | CHF 100 (bis 5 Positionen), darüber CHF 250 |
| Interactive Brokers | nein | keiner (Drittanbieter: rund CHF 45 bis 50) |
| DEGIRO | nein | keiner |
| Trading 212 | nein | keiner |
Ohne Steuerauszug suchen Sie jede Position in der Kursliste ICTax des Bundes und tragen Jahresendwert und jede Dividende von Hand ein. Mit fünf ETFs ist das eine Stunde. Mit 30 Einzelaktien ein Wochenende. Für Interactive Brokers erstellen Drittanbieter einen Steuerauszug für rund CHF 45 bis 50.
Rechenbeispiel: ein Depot von CHF 50'000 während eines Jahres
Machen wir es konkret. Das ist eine Simulation mit einfachen Annahmen, damit Sie sehen, wo welche Steuer anfällt.
Annahmen: CHF 20'000 in Schweizer Aktien, CHF 10'000 in US-Aktien und CHF 20'000 in einem ausschüttenden Welt-ETF mit Sitz in Irland. Bei 2% Dividendenrendite ergibt das CHF 400, CHF 200 und CHF 400 Dividenden: total CHF 1'000. Im Lauf des Jahres kaufen Sie viermal für CHF 5'000 den ETF.
Sie vergleichen Saxo (Schweizer Broker, Steuerauszug gratis) mit Interactive Brokers (ausländischer Broker). Beim Schweizer Broker nehmen wir an, dass die Bank die zusätzlichen 15% auf US-Dividenden einbehält, wie es Schweizer Banken als US Qualified Intermediary tun müssen.
| Saxo (Schweizer Broker) | Interactive Brokers | |
|---|---|---|
| Stempelsteuer auf CHF 20'000 ETF-Käufe | CHF 30 | CHF 0 |
| Verrechnungssteuer (35% von CHF 400) | CHF 140, zurück | CHF 140, zurück |
| US-Quellensteuer (15% von CHF 200) | CHF 30, bleibt in den USA | CHF 30, bleibt in den USA |
| Zusätzliche 15% bei einer Schweizer Bank | CHF 30, zurück | keine |
| Steuerauszug | gratis | selbst erstellen oder rund CHF 45 bis 50 |
| Steuerkosten, die nicht zurückkommen | CHF 60 | CHF 30 (plus CHF 45 bis 50, falls Sie einen Auszug kaufen) |
Die US-Steuer bleibt mit CHF 30 unter der Schwelle von CHF 100, also gibt es keine Anrechnung mit dem DA-1. Sie deklarieren die US-Dividenden mit CHF 170 statt CHF 200. Ihr steuerbarer Dividendenertrag beträgt damit CHF 970, bei beiden Brokern.
Wie viel Einkommenssteuer zahlen Sie auf diese CHF 970? Das hängt von Einkommen und Gemeinde ab. Für eine alleinstehende Person mit einem Einkommen zwischen CHF 100'000 und CHF 150'000 (ohne Kirchensteuer) zeigen die Steuerdaten 2026 der ESTV: Jeder zusätzliche Franken kostet im Schnitt rund 24 Rappen in Zürich, 26 in Lugano und 29 in Genf.
Die Steuer auf Ihre Dividenden liegt damit bei rund CHF 234 in Zürich, CHF 256 in Lugano und CHF 282 in Genf. Das ist eine Schätzung: Vom Lohn gehen vor der Steuer noch Sozialabzüge weg, von Dividenden nicht, die echte Zahl kann also etwas höher liegen.
Und die Vermögenssteuer? Unsere ESTV-Daten beginnen bei CHF 500'000 Vermögen, für ein Depot von CHF 50'000 allein können wir Ihnen also keine genaue Zahl nennen. Je nach Freibetrag Ihres Kantons und Ihrem übrigen Vermögen kann sie bei null liegen. Einkommens- und Vermögenssteuer sind bei beiden Brokern gleich.
Unter dem Strich: Der Broker macht hier rund CHF 30 pro Jahr aus (Stempelsteuer), plus Ihre Zeit für die Steuererklärung. Genau diese Abwägung steckt in unserem Broker Vergleich.
ETF Steuern: Werden ETFs anders versteuert als Aktien?
Grösstenteils nicht. ETF-Ausschüttungen sind steuerbares Einkommen, und Ihre ETFs zählen zum Vermögen, genau wie Aktien. Zwei Details sind anders. Erstens zahlen thesaurierende ETFs nichts aus, die wieder angelegten Erträge sind aber trotzdem jedes Jahr steuerbar. Die Kursliste ICTax weist den Betrag aus. Zweitens entscheidet der Sitz des Fonds über die Quellensteuer.
Ein ETF mit Sitz in der Schweiz zieht 35% Verrechnungssteuer ab, die Sie zurückbekommen. Ein ETF mit Sitz in Irland kennt keine Verrechnungssteuer, doch der Fonds selbst zahlt US-Steuer auf seine US-Dividenden, und die können Sie nicht zurückfordern. ETFs mit Sitz in den USA können Ihren Nachlass zudem der US-Erbschaftssteuer aussetzen. Wie sich Kosten und Steuern über 20 Jahre auswirken, zeigt unser ETF-Rechner.
Häufige Fehler beim Versteuern von Aktien
Aktien bei Interactive Brokers oder DEGIRO sind steuerbares Vermögen wie jedes andere. Deklarieren Sie sie und ihre Schweizer Dividenden nicht, kann die Rückerstattung der Verrechnungssteuer verfallen, und Sie riskieren eine Busse wegen Steuerhinterziehung.
Ohne W-8BEN bei einem ausländischen Broker behalten die USA 30% Ihrer US-Dividenden statt 15% ein. Online dauert das bei der Kontoeröffnung zwei Minuten.
Unter CHF 100 nicht rückforderbarer ausländischer Steuer pro Jahr gibt es keine Anrechnung. Sie deklarieren die Dividenden einfach um diese Steuer gekürzt.
Häufige kurzfristige Trades, Hebel oder grosse Optionspositionen können Sie in den Augen des Steueramts zum gewerbsmässigen Wertschriftenhändler machen. Dann werden Ihre Gewinne zu steuerbarem Einkommen.
Weil private Kapitalgewinne steuerfrei sind, sind Kapitalverluste auch nicht abzugsfähig. Verkaufen Sie im Dezember nicht mit Verlust in der Hoffnung auf einen Steuervorteil.
Meine Einschätzung als Anleger
Die Schweiz besteuert Aktien milder, als viele denken: keine Kapitalgewinnsteuer, und die 35% Verrechnungssteuer kommen zurück, wenn Sie sauber deklarieren. Was wirklich kostet, sind die Stempelsteuer auf regelmässige Käufe und die Stunden für eine Steuererklärung ohne Steuerauszug. Mit ein paar ETFs reichen ein ausländischer Broker und ein selbst ausgefülltes Wertschriftenverzeichnis. Mit vielen Einzelaktien ist ein Gratis-Steuerauszug etwas Stempelsteuer wert.
Und bevor Sie hier optimieren: Zahlen Sie zuerst das Maximum in die Säule 3a ein. Die Beiträge sind steuerlich abziehbar, und das schlägt jeden Broker-Trick. So steigen Sie in die 3a-Anlage ein.

Häufige Fragen
Sind Aktiengewinne in der Schweiz steuerpflichtig?
Nein. Für Privatanleger sind Kursgewinne auf Aktien nicht steuerpflichtig: Die Schweiz kennt keine Kapitalgewinnsteuer, weder beim Bund noch im Kanton. Die Ausnahme sind gewerbsmässige Wertschriftenhändler: Stuft das Steueramt Sie so ein, werden Ihre Gewinne zu steuerbarem Einkommen. Dividenden versteuern Sie dagegen immer als Einkommen.
Kann man Aktien nach 10 Jahren steuerfrei verkaufen?
Sie können sie jederzeit steuerfrei verkaufen. Die Schweiz kennt für Privatanleger keine Kapitalgewinnsteuer und keine Haltefrist, nach der Gewinne steuerfrei werden. Eine Haltedauer von mindestens 6 Monaten ist nur eines der fünf Kriterien, mit denen die ESTV den gewerbsmässigen Handel ausschliesst.
Wie hoch ist die Stempelsteuer in der Schweiz?
Als Privatanleger bei einem Schweizer Broker zahlen Sie 0.075% auf Schweizer und 0.15% auf ausländische Wertschriften, pro Kauf und pro Verkauf. Auf einen Kauf von CHF 5'000 eines ausländischen ETFs sind das CHF 7.50. Ausländische Broker verlangen keine Schweizer Stempelsteuer.
Zahle ich bei einem ausländischen Broker Schweizer Steuern?
Ja. Aktien versteuern Sie in der Schweiz bei jedem Broker gleich, nur die Stempelsteuer entfällt. Dividenden versteuern Sie als Einkommen, Ihre Aktien zählen zum Vermögen, und auf Schweizer Dividenden wird weiterhin 35% Verrechnungssteuer abgezogen. Alles deklarieren Sie selbst, denn ausländische Broker stellen keinen Schweizer Steuerauszug aus.
Wie kann ich die Verrechnungssteuer zurückfordern?
Tragen Sie Ihre Schweizer Dividenden mit der abgezogenen Verrechnungssteuer von 35% ins Wertschriftenverzeichnis Ihrer Steuererklärung ein. Der Kanton zahlt sie zurück oder verrechnet sie mit Ihrer Steuerrechnung. Ein separates Formular brauchen Sie nicht, und der Steuerauszug eines Schweizer Brokers erledigt das automatisch.
Welche Dividenden sind in der Schweiz steuerfrei?
Ausschüttungen aus Reserven aus Kapitaleinlagen (KER) sind für Privatanleger steuerfrei, und es fällt keine Verrechnungssteuer an. Verschiedene Schweizer Firmen zahlen einen Teil ihrer Dividende so aus. Alle anderen Dividenden sind steuerbares Einkommen.
Brauche ich das Formular DA-1 für US-Dividenden?
Nur wenn Ihre nicht rückforderbaren ausländischen Steuern CHF 100 pro Jahr übersteigen. Beim Satz von 15% sind dafür rund CHF 667 US-Dividenden nötig. Darunter deklarieren Sie die Dividenden um die US-Quellensteuer gekürzt. Die Anrechnung ist auf die Schweizer Steuer auf diesem Ertrag begrenzt.



